BOLIVIEN: EINE GESCHICHTE DES WANDELS

2. September 2019

Text & Bilder: Alexander Koch, World Vision Schweiz

Das Hochland Boliviens ist bezaubernd schön. Die Weite, die sanften Hügel auf knapp 4000m Höhe und der unglaublich klare und blaue Himmel; diese Bilder werde ich sobald nicht vergessen. Aber als Tourist durch diese Gegend zu reisen ist etwas anderes, als dort zu leben und jeden Tag aufs Neue mit den täglichen Herausforderunge kämpfen zu müssen. Die Böden sind karg, die Nächte extrem kalt und während Monaten fällt kein Tropfen Regen. Früher mussten die Menschen kilometerweit laufen um an Wasser zu kommen, alle Hände wurden auf den Feldern gebraucht und viele Kinder konnten nur sporadisch oder gar nicht zur Schule gehen.

Es hat sich sehr viel getan
So war es zumindest vor 16 Jahren, als World Vision gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung das Projekt «Qaqachaka» ins Leben rief. Seitdem hat sich viel verändert, ist einfacher oder besser geworden. Die Menschen sprechen von einer «Geschichte des Wandels».

Einen Eindruck davon, was sich verändert hat, gibt diese kleine Fotoreportage:

Bolivien: 2 Jungendliche und ein junges Mädchen halten Plakat mit der Aufschrift «Frühschwangerschaft», «Alkoholismus, und «familiäre Schwierigkeiten».

Die Jugendlichen sprechen heute offen über die Herausforderungen in der Region und diskutieren Lösungsansätze. Alkohol, Gewalt daheim und zwischen den Familien sowie Schwangerschaft in jungen Jahren, sind die grössten Probleme.

Bolivien: eine Frau in traditioneller Kleidung geht eine leere Schotterstrasse entlang. Im Hintergrund die Berge.

Die Menschen im Hochland Boliviens müssen weiter Strecken zurücklegen. Fast immer gehen sie zu Fuss. Aber dank der erfolgreichen Projektarbeit der letzten Jahre ist vieles einfacher geworden.

Bolivien: 3 Kinder trinken aus einem Brunnen vor einem Haus.

Heute gibt es fast überall Brunnen und sauberes Wasser in der Nähe. Das Trinkwasser wird über ein kilometerlanges Rohrsystem aus hoch gelegenen Seen in die Dörfer geleitet.

Bolivien: Schweizer Paten besuchen eine Klasse mit Mädchen und Buben in traditionellen Trachten.

Die Schulen sind besser ausgerüstet und nicht wenige Schülerinnen und Schüler schaffen später sogar den Sprung auf eine Universität. Hier haben die Kinder den Patinnen und Paten aus der Schweiz vorgeführt, was sie schon gelernt haben.

Bolivien: Zwei junge Frauen und zwei junge Männer mit Bäckermützen und handschuhen backen einen Kuchen.

Die Ausbildung von gefragten Berufen wie hier das Bäckerhandwerk wird in der Projektregion angeboten und mit grosser Begeisterung wahrgenommen.

Bolivien: ein Gewächshaus aus Lehm mit grünen Trieben.

Die Bevölkerung hat gelernt, Gewächshäuser zu errichten und zu unterhalten. Sie sind in dieser unwirtlichen Gegend unverzichtbar, um sich mit Obst und Gemüse gesund ernähren zu können.

Bolivien: ein kleiner Junge sitzt am Rande einer Stuhlreihe und hat ein Schild umhängen auf dem steht: Die Zukunft der Kinder ist immer heute». Rosa Luftballons im Hintergrund

Der kleine Junge weist mit seinem Plakat zurecht darauf hin, dass die Zukunft der Kinder immer heute ist, also JETZT.

Bolivien: Sicht auf ein Dorf im Anden-Hochland, im Hintergrund ein Sportplatz.

Über drei Bezirke mit insgesamt 170 Ortschaften erstreckt sich das riesige Projektgebiet von World Vision. Die Menschen sind sehr dankbar für das was sich verändert hat und wollten die Übernahme des Projektes entsprechend feiern. Die Abschlusszeremonie fand auf 3800m Höhe in Qaqachaka statt.

Bolivien: Kleine Mädchen und Buben in traditioneller Kleidung mit Hüten und bunten Mützen schwenken Schweizer Fähnchen.

Auf den Patenbesuch aus der Schweiz hatte man sich sehr gut vorbereitet.

Bolivien: Eine Reihe von Männern in traditionellen Ponchos und Hosen sitzt in einem Stadion.

Auf der «VIP-Tribüne» sitzen bei Feierlichkeiten die Herren …

Bolivien: Eine Reihe von Frauen in traditionellen Ponchos und bunten Röcken sitzt in einem Stadion.

… getrennt von den Damen.

Bolivien: Weiter Ausblick auf einen Bergsee in der Mitte von Bergen, im Vordergrund ein Glockenturm.

In Erinnerung bleibt die wunderschöne, eindrucksvolle Landschaft,

Bolivien: Ein kleines lachendes Mädchen mit Zahnlücke im Gesicht umgeben von lachenden Bubengesichtern.

das Lachen der Kinder und die Gastfreundschaft der Menschen im Andenhochland Boliviens.

Den detaillierten Abschlussbericht zur Wirkung unserer Arbeit im Projekt Qaqachaka, Bolivien, finden Sie hier als PDF zum Download

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