Südsudan: Mangelernährung bedroht 4 Millionen

21. Mai 2014

Zustände in den überfüllten Übergangslagern

Die Zustände in den überfüllten Übergangslagern sind kritisch. Oft leben mehrere Familien unter einem Zeltdach.

Mehrere hundert Tote, fast eine halbe Million Flüchtlinge, Vergewaltigung von Schwangeren und Kindern, Erschiessungen von Kranken, Rekrutierung von Kindersoldaten – was aus dem seit Dezember 2013 heftig umkämpften Südsudan gemeldet wird, verrät ein unvorstellbares Leid der südsudanesischen Bevölkerung.

Die Situation für die Kinder spitzt sich zu
Laut des neuen World Vision-Berichts «Sounding the Alarm» verschlimmern sich vor allem die Bedingungen für hungernde und vertriebene Kinder von Tag zu Tag. Es müssten daher unverzüglich entgegenwirkende Massnahmen ergriffen und bestehende Bemühungen intensiviert werden, um das Abgleiten der Situation in eine humanitäre Katastrophe zu verhindern. Mehr als 500 000 Kinder mussten fliehen und leben nun in Übergangscamps oder überfüllten Lagern der UN. Tausende Kinder haben ihre Eltern verloren oder wurden auf der Flucht von ihnen getrennt. Seit der Eskalation der Kämpfe Ende 2013 verteilt World Vision Nahrungsmittel, Materialien zum Bau von Unterkünften sowie Hygienekits, forscht nach dem Verbleib vermisster Familien und betreibt Kinderschutzzonen. In der Region des Südsudan ist World Vision bereits seit mehr als 25 Jahren aktiv und zielt mit seinen Projekten vor allem auf Verbesserungen in den Bereichen Kinderschutz, Gesundheit, Ernährung, Bildung und sauberes Trinkwasser.

Hoffnung nach der Geberkonferenz vom 20. Mai
Eine Intensivierung der Lage droht durch die Regensaison, deren heftige Regenfälle ab Juni die staubigen Strassen in undurchquerbare Schlammbäche verwandeln und humanitäre Organisationen zu kostspieligen Hilfsmassnahmen via Luftweg zwingen werden. Doch vor allem die Verteilung von Lebensmitteln an die fast 4 Millionen Menschen, die von akuter Ernährungsunsicherheit bedroht sind, muss am Laufen gehalten werden. «Wir befinden uns in einem Wettlauf mit der Zeit, um Leben zu retten», sagt Perry Mansfield, Nationaler Direktor World Vision Südsudan. Die internationale Gemeinschaft hat dem Südsudan an der Geberkonferenz vom 20. Mai nun 600 Millionen US-Dollar Unterstützung versprochen.  Die Gelder sollen vor allem jenen 250 000 Kindern dienen, die anderenfalls bis Ende 2014 schwer unterernährt sein würden, sowie rund 50 000 Kindern unter 5 Jahren, denen im Falle einer weiteren Verschlechterung der Situation der Hungertod droht.

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