Peru: Lesen leicht gemacht

23. März 2013

Leseecken, kleine Bibliotheken oder ein wandernder Bücherrucksack – die Ideen, um die Kinder für das Lesen zu begeistern sind vielfältig – und auch notwendig. Auch hierzulande lesen Kinder nicht immer gerne, doch in Peru sprechen viele Faktoren gegen eine erfolgreiche Karriere als Bücherwurm. Vor dem Hintergrund zahlreicher armutsbedingter Alltagsprobleme spielt das Lesen lernen in den Familien, der Gemeinschaft und in der Schule oft eine untergeordnete Rolle.

Um das zu ändern hat World Vision Peru jetzt das Modell „Destrezas para la Vida“ (Fertigkeiten für das Leben) entwickelt, das spielerisch die Freude und die Lust am Lesen in den Vordergrund rückt und dazu Lehrkräfte, Familien und Gemeindemitarbeiter einbindet. Erklärtes Ziel des Programms ist es, das Leseverständnis von Kindern im Alter von sechs bis elf Jahren durch Förderung und Animation zur Lektüre zu verbessern.

Ein Modell macht „Schule“
Bei der praktischen Umsetzung setzt man so auf drei Schwerpunkte: Zugang zur Lektüre, ansprechende Lesepraktiken und die Entwicklung von Lesegewohnheiten. Dazu richten die Verantwortlichen zum Beispiel in der Schule und bei den Kindern Zuhause Leseecken und –räume ein und satten diese mit altersgerechter Lektüre aus. Ein reisendender Leserucksack animiert die Kinder und bringt das Thema gleichzeitig in die Familien.

Um den Kids die Lektüre schmackhaft zu machen und ihren bisherigen Lesefrust abzubauen, werden in den Leseecken immer wieder Aktivitäten durchgeführt. Damit der Spass am Lesen dabei im Zentrum steht, werden Lehrer und Eltern eingebunden und rund ums Thema praktisch geschult. So können sie die Kinder aktiv begleiten und motivieren.

Dank des Programms sind innert zwei Jahren im Patenschaftsprojekt Mancos schon eine ganze Menge Lesefortschritte gemacht worden. 254 rege genutzte Leseecken sind dort bereits im Einsatz. In vier Bibliotheken können gut 400 Kinder in Ruhe lesen und ihre Hausaufgaben erledigen und die Idee des wandernden Leserucksacks kommt mittlerweile an 30 Schulen zum Tragen. Ein Bespiel das im wahrsten Sinne Schule macht und in diesem Jahr auch im Patenschaftsprojekt eingeführt werden soll.

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