Die Primarschüler dieser Schule in Vietnam machen Pause – ich mache mit.
Freitag, 9. Mai 2014: Hanoi, Vietnam
Unser Arbeitstag beginnt im World Vision-Büro in Hanoi. Wir besprechen Kooperationen, Herausforderungen und neue Möglichkeiten. Anschliessend besuchen wir unser Projekt Lang Chanh, das World Vision bereits seit 10 Jahren betreut. Ständige Herausforderungen bieten die Hygiene- und Wasserbedingungen sowie steigende Arbeitsmigration. Am Abend essen wir mit Vertretern lokaler Behörden, deren enge Mitarbeit für jedes Projekt in Vietnam essentiell ist.
Samstag, 10. Mai 2014: Projekt Lang Chanh, Vietnam
Los geht’s in einer Primarschule mit ca. 270 Kindern, die mit World Visions Unterstützung u. a. eine Küche, Bibliothek und Lehrmittel erhalten hat. Die Lehrer wurden weitergebildet und derzeit befindet sich – mit tatkräftiger Unterstützung aller Eltern – ein neues Gebäude im Bau. Dann brechen wir auf zum nächsten Projekt, wo wir neben Spar- und Ernährungsgruppen auch Teilnehmer eines Einkommensförderungskurses treffen. Abends feiern wir ein fröhliches World Vision-Kindergartenfest und statten zuguterletzt noch einer Stachelschweinproduktion einen Besuch ab. Sie ist Teil unseres Einkommensförderungsprogramms, denn Stachelschweine sind genügsame und sehr schmackhafte Tiere. Für einen Selbstversuch war mein Hunger allerdings nicht mehr gross genug …
Sonntag, 11. Mai 2014: Projekt Nam Tien, Vietnam
Der Morgen führt uns zu einem Dorfprojekt in Nam Tien, das kurz vor der Übergabe an die Bevölkerung steht. Wasser-, Hygiene- und Bildungsmassnahmen sind bereits implementiert, nun konzentriert man sich auf Einkommensförderung. Der heutige Sonntag steht im Zeichen des gemeinschaftlichen Baus eines Bewässerungskanals zum Reisanbau. Zuversichtlich packe ich einen Korb voller Steine – und muss innerlich ächzen! Leicht ist das nicht und noch bei dieser Hitze und Feuchtigkeit … Der Gemeinschaftssinn ist überwältigend. World Vision hat den Dorfbewohnern aufgezeigt, wie Probleme von einzelnen gemeinsam gelöst werden können und ihre Gruppe dadurch an Stärke gewinnt.
Montag, 12. Mai 2014: Hanoi, Vietnam
Im World Vision-Büro diskutieren wir künftige Massnahmen und die Neufestlegung von Schwerpunkten. Im anschliessenden Gespräch mit Samuel Waelty, Länderdirektor des DEZA- und SECO-Büros, präsentieren wir unsere Aktivitäten in Vietnam – eine interessante Diskussion über die hiesigen Prioritäten der Schweiz, die uns bei der Planung weiteren Engagements hilft!
Die letzten Tage überzeugten mich einmal mehr, wie stark unser holistischer Ansatz bei der Überwindung von Not und Armut ist, und ich bin gespannt, welche Erfahrungen auf meiner Reise noch auf mich warten!
Dienstag, 13. Mai 2014: Hanoi, Vietnam – Singapur
Heute ist Reisetag. Am Morgen kämpft sich unser Fahrer durch den dichten Verkehr, um zum Flughafen von Hanoi zu gelangen. Hauptsächlich flinke Roller prägen das Strassenbild. Aggressives Fahrverhalten wird hier allerdings nicht geübt, so dass es trotz der Verkehrsdichte nur zu relativ wenigen Unfällen kommt. Als einziges Gesetz scheint zu gelten: «Du darfst niemanden berühren!» Wir erreichen daher auch heiler Haut den Flughafen und am Abend landen wir wohlbehalten in Singapur.
Mittwoch, 14. Mai 2014: Singapur – Kuala Lumpur, Malaysien – Zürich, Schweiz
Singapur, die Schweiz Asiens. Alles super sauber und perfekt organisiert. World Vision betreibt hier ein Fundraisingbüro, und wir tauschen uns mit den Kollegen vor Ort aus: Wie gewinnt Ihr neue Donoren? Wie funktioniert es? Warum? Wo haben sie gute oder weniger gute Erfahrungen gemacht? Am Nachmittag besuchen wir unser Regionalbüro Südasien-Pazifik, das insgesamt 10 Länder betreut. In jedem dieser Länder wiederum ist World Vision mit eigenen Teams präsent, so sind z. B. in Bangladesh 1260 Mitarbeiter in 84 Projekten oder in Indien mit 1967 Mitarbeitern in 203 Projekten aktiv.
Zum Schluss der Reise und der Woche geht es noch nach Kuala Lumpur in Malaysia, wo wir uns ebenfalls mit den dortigen Fundraising-Kollegen zusammensetzen werden, bevor wir zurück gen Zürich fliegen – und so viel Erlebtes und Gutes für unsere Arbeit mit nach Hause nehmen!