World Vision
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Nahrung global FAIRteilt

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Was ist, wenn der Klimawandel zu noch mehr Ernteausfällen führt? Was, wenn Afrikas Ackerland ausverkauft wird oder, wenn die Menschheit noch mehr Fleisch isst?

Was nach fiktiven Szenarien klingt, könnte bald bittere Realität werden. Das Hilfswerk World Vision Schweiz engagiert sich mit Nothilfe- und Langzeitprojekten an vorderster Front im Kampf gegen den Hunger.

Doch dieser ist längst nicht mehr nur das Problem einzelner Länder, seine Bekämpfung ist zur weltweiten Herausforderung geworden. Die globalen Zusammenhänge zwischen Bevölkerungswachstum, Welthandel und den Folgen des Klimawandels zu verstehen, ist wichtig. Noch wichtiger aber ist, unser lokales Konsumverhalten zu hinterfragen.

Alles, was wir tun oder lassen, erhält infolge der Globalisierung weltweite Dimensionen. Früher entstanden Hungerkrisen aufgrund lokaler Wetterereignisse oder Kriege und blieben regional eingrenzbar. Heute aber gelten weltumspannende Zusammenhänge, die auch die Entwicklungszusammenarbeit vor neue Herausforderungen stellen:

Esther Bodenmann, Teamleiterin Themen & Anwaltschaft:

„World Vision setzt sich für die Millionen Kinder ein, die wegen chronischer Mangelernährung in ihrem Wachstum körperlich und kognitiv zurückbleiben. Sie sind die kommende Generation eines Landes. Wie können sie mit ihren Defiziten aktiv eine bessere Zukunft gestalten?“

Esther Bodenmann, Teamleiterin Themen & Anwaltschaft

 

Afrika im Ausverkauf

Der fortschreitende Klimawandel bewirkt in den Ländern des Südens gravierende Ernteausfälle, verursacht durch immer häufiger und heftiger wiederkehrende Dürren, Zyklone und Überschwemmungen.

Zugleich kaufen boomende Schwellenländer und einige arabische Staaten, die um die Versorgung ihrer Bevölkerung ringen, ganze afrikanische Landstriche als ausgelagertes Agrarland auf.

Tierisch steigender Fleischkonsum

Zur Verknappung der Landwirtschaftsfläche trägt auch die steigende Nachfrage nach Fleisch und Agrotreibstoffenbei: Zur Fleischproduktion bedarf es etwa der zehnfachen Menge an Futtergetreide und Weideland. Weltweit steigende Preise für Grundnahrungsmittel sind die Folge dieser erhöhten Nachfrage.

Den gleichen Effekt hat das rasant steigende Interesse an Agrotreibstoffen: Aufgrund schwindender Ölressourcen wird vermehrt wertvolles Ackerland für zur Rohstoffproduktion genutzt. Eine Entwicklung, die viele arme Länder zwingt, immer mehr Grundnahrungsmittel für teures Geld zu importieren.

Hungernde Hirne

Insbesondere für arme Bevölkerungsgruppen sind Grundnahrungsmittel in den letzten Jahren zunehmend unerschwinglich geworden. Vielerorts reagieren die Menschen auf diese Not mit der Reduktion von Mahlzeiten oder damit, dass sie sich einseitig von den billigsten Nahrungsmitteln ernähren, die sie selber anbauen oder auf dem lokalen Markt erschwinglich sind. Die Folge ist akute und chronische Mangelernährung, allen voran bei kleinen Kindern. Von ihnen sterben täglich mindestens 8'000 wegen des so geschwächten Immunsystems.

Aber Hunger hat nicht nur eine sichtbare körperliche Schwächung zur Folge, auch das Gehirn entwickelt sich schlecht. In den ohnehin schon benachteiligten Teilen der Welt wächst damit eine Generation heran, deren physische, geistige und psychische Entwicklung stark gehemmt ist. Solche Menschen sind schlecht gewappnet, um ihre Länder in eine bessere Zukunft zu führen.

Heutige Entwicklungsbemühungen stellen klar nachhaltige landwirtschaftliche Massnahmen ins Zentrum. Doch auch durch unser lokales Konsumverhalten können wir einen wertvollen Beitrag zu einer fairen Nahrungsverteilung leisten. Mit der Kampagne It's my part zeigt World Vision wie.