Umfrageergebnisse

Wir haben Sie um ihre Meinung zum Tag der Kinderrechte gebeten und sie haben mitgemacht. 94 Prozent der Teilnehmer halten einen Kinderrechtstag für richtig und wichtig. Lesen Sie die wichtigsten Ergebnisse.

Am 20. November war der Tag der Kinderrechte, an dem die Bedürfnisse und Rechte von Kindern ins öffentliche Bewusstsein rücken sollen. Zu diesem Anlass wollten wir gerne von Ihnen wissen, ob Kinder überhaupt einen eigenen Interessentag brauchen. Ingesamt sind über 94 Prozent unserer Umfrageteilnehmer der Meinung, dass Kinder in der Schweiz und weltweit besonders schutzbedürftig sind und in der Tat einen eigenen „Gedenktag“ benötigen.

Geht es um die Kinderrechte in der Schweiz, sind sich die Umfrageteilnehmer grösstenteils einig. Knapp 74 Prozent sind der Auffassung, dass nicht alle Kinder hierzulande gleich behandelt werden. Erhebliche Defizite sehen sie in den Bereichen:

  • Chancengleichheit für ausländische Kinder (24.1 %)
  • Gewalt gegen Kinder (20.4 %)
  • Integration (14.8 %)


Als problematisch werden auch die Bildungssituation von Kindern in der Schweiz (13 %) sowie deren soziale und finanzielle Absicherung (11.1 %) eingestuft.

Weniger defizitär empfinden die Teilnehmer unserer Umfrage die Chancengleichheit zwischen Jungen und Mädchen, die medizinische Versorgung und die Ernährung von Kindern und Jugendlichen in der Schweiz.

Die UNO-Kinderrechtskonvention umfasst insgesamt 54 Artikel, die die Rechte von Kindern weltweit definieren. Die wichtigsten Kinderrechte sind das Recht auf Gesundheit, das Recht auf Ernährung und das Recht auf Bildung.

Auch für die Umfrageteilnehmer rangieren diese Rechte ganz oben auf der Skala. Das Recht auf Ernährung sehen über 22 Prozent als besonders wichtig an. Mit 20 Prozent sehen sie das Recht auf Bildung an zweiter Stelle und auf Platz drei folgt das Recht auf Gesundheit mit rund 17 Prozent. Für ebenfalls wichtig halten die Befragten das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung (15.5 %) sowie auf staatliche Unterstützung bei Erziehungsproblemen (8.3 %).

Uneins sind sich die Befragten bei der Zuständigkeit. Für die wenigsten, knapp 5 Prozent, sind Kinderrechte ausschliesslich eine Sache der Entwicklungsländer. Knapp 42 Prozent sehen auch in Europa Benachteiligungen, jedoch in anderer Form. Für knapp die Hälfte, 52 Prozent, ist die Benachteiligung von Kindern ein globales Problem.

Bis auf zwei Länder, haben mittlerweile alle Staaten die Kinderrechtskonvention unterzeichnet. Allein die USA und Somalia fehlen noch auf der Liste. Immerhin wussten das rund 36 Prozent unserer Umfrageteilnehmer und identifizierten Somalia als „Ausreisser“. Bei den USA wussten weniger bescheid. Nur knapp 18 Prozent lagen hier richtig.

Defizite bestehen in folgenden Bereichen.
Die wichtigsten Kinderrechte.
Welche Länder haben die Kinderrechtskonvention nicht unterzeichnet?.
Sind Kinderrechte nur eine Frage der Entwicklungsländer?
Brauchen Kinder einen eigenen Gedenktag?
Werden alle Kinder in der Schweiz gleich behandelt?