Abfall sammeln fürs Überleben
Der siebenjährige Rakesh musste jeden Tag mehrere Stunden Müll in einer Deponie der indischen Stadt Siliguri sammeln, um zu überleben.
Rakesh hatte sich schon an den Gestank gewöhnt, trotzdem wollte er immer viel lieber an einem schönen Ort spielen, als stundenlang den Müll zu durchstöbern, jeden Tag auf der Suche nach Verwertbarem. Die Ausbeute des Tages in einem Sack. Am Abend erhielt er 40 Rappen dafür. Rakeshs Vater verdiente pro Tag ein bis zwei Franken, sofern er eine Arbeit als Taglöhner fand. „Es macht mich traurig, wenn meine Mutter weint, weil sie nicht weiss, was sie uns zu essen geben soll“, erzählte Rakesh. Zusammen mit seinen Eltern und seinen drei Geschwistern lebte er in einer 12 Quadratmeter grossen Hütte.
Medizinische Grundversorgung
Obwohl Rakeshs Familie noch immer sehr arm ist, hat sich ihre Situation verbessert. 1996 initialisierte World Vision in Siliguri das regionale Entwicklungsprojekt Duars. 60 000 Menschen profitieren davon. Das Hilfswerk hat Brunnen und Abwasserkanäle in den Slums gebaut. In Gesundheitszentren erhält die Bevölkerung dringend benötigte medizinische Versorgung und wird geimpft. Da World Vision darüber hinaus die Schulgebühren und die Lehrerfortbildung bezahlt, kann Rakesh zur Schule gehen. „Wenn ich lesen und schreiben kann, finde ich eine Stelle in einem Büro und werde es dank World Vision besser als meine Eltern haben“, sagt er mit leuchtenden Augen.






