Patenschaft

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Silvia Müller

Silvia Müller aus Unterseen besucht ihr Patenkind Martha in Bolivien und erfährt, welche Wirkung ihre Unterstützung zeigt.

Silvia Müller und Marth.
Herzlicher Empfang.

Auf dem Tisch liegen ein Hut, eine farbige Schärpe und ein Umhängetuch. Unverkennbare Bekleidungsstücke aus Südamerika. „Damit haben mich die Dorfbewohner eingekleidet. Der Empfang war unglaublich herzlich“, erzählt Silvia Müller.

Vor eineinhalb Jahren hat die Berner Oberländerin, die als medizinische Praxisassistentin arbeitet, eine Patenschaft  bei World Vision übernommen. „Ich habe selber keine Kinder und wollte etwas Sinnvolles tun.“ Mit 50 Franken monatlich unterstützt sie seitdem die sechsjährige Martha im Entwicklungsprojekt Sumac Mujo in Bolivien.

Schule und Essen für Martha

Damit erhält das Mädchen gesundes Essen, wird regelmässig untersucht und kann zur Schule gehen. Daneben profitieren die Familie und das Dorf, indem Brunnen und Schulen gebaut oder das Kleingewerbe gefördert wird.

Silvia Müller erhält Briefe, aus denen sie erfährt, dass ihr Patenkind gerne mit Puppen spielt, eben in die Schule gekommen ist und bei ihren Grosseltern lebt.

„Die Mutter ist früh gestorben und der Vater hat die Familie verlassen.“
Silvia Müller

Da die Patin schon wiederholt in Südamerika war und ein halbes Jahr in Equador gelebt hat, weiss sie von Anfang an, dass sie Martha irgendwann besuchen wird. Dann ist es soweit: Silvia Müller plant eine Trekking-Tour in Patagonien und beschliesst, zusammen mit ihrem Neffen das Mädchen zu besuchen.

„Als wir ankamen, ging die Post ab. Das ganze Dorf erwartete uns mit Flöten und Gesang. Diese Lebensfreude war unglaublich“, erinnert sich Silvia Müller. Das Mädchen sei das einzige, das keine Eltern habe, weshalb die Dorfbevölkerung es unterstütze, wo es nur gehe, berichten ihr die Hilfswerk-Mitarbeitenden.

Das Mädchen muss im Haushalt helfen

Da der Grossvater sich kaum noch bewegen kann, muss das Mädchen im Haus und auf dem Feld mithelfen. „Martha zu haben ist ein grosses Glück. Sie wird uns einmal pflegen, wenn wir alt sind“, hört die Patin von der über 80-jährigen „abuela“ – Grossmutter.

Mit fast ein wenig Wehmut kommt Silvia Müller auf die Gegenstände auf dem Tisch zurück. „Ich denke, dass diese Menschen glücklicher sind als wir mit unserem ganzen Luxus“, meint sie im Rückblick. Nichtsdestotrotz hält sie aber das Ziel ihrer Unterstützung - Hilfe zur Selbsthilfe - für wichtig. Für ihr Patenkind wünscht sie sich, „dass Martha eine Schulbildung erhält, damit sie im späteren Leben mehr Chancen hat.“

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Projekt Sumac Mujo (PDF)

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Patenschaftsaussagen

«Seit 6 Jahren sind wir nun Paten bei World Vision. Seitdem stehen wir im schriftlichen Kontakt mit den Kindern und es entstand eine emotionale Nähe. Diese Verbundenheit wollten wir vor Ort in der Realität erleben.»

Kurt Jenni