HIV und Aids: Todesurteil für Millionen von Kindern
21.07.10 14:10
Obwohl es bei der Vermeidung der Mutter-Kind-Übertragung bereits grosse Fortschritte gibt, haben bisher nur 45 Prozent der HIV-positiven Schwangeren Zugang zu einer geeigneten Therapie, die eine Ansteckung verhindert. Auch die medizinische Versorgung der HIV-positiven Babys ist bis heute unzureichend.
Moderne Tests, die eine Diagnose schon in den ersten vier bis sechs Lebenswochen ermöglichen, sind zwar vorhanden, aber in den afrikanischen Ländern nicht verfügbar. Wenn die Infektion unbehandelt bleibt, stirbt die Hälfte der Babys vor ihrem zweiten Geburtstag. Eine einfache Antibiotikatherapie könnte die Kinder vor den lebensbedrohlichen Begleitinfektionen der Immunschwäche schützen, doch auch für diese kostengünstige Therapie von 11 Franken pro Kind und Jahr fehlt in den Ländern Afrikas das Geld.
Voruntersuchungen können Leben retten
Trotz der mangelhaften Gesundheitssysteme in vielen Ländern mit hohen HIV-Infektionsraten gehen mehr als 70 Prozent aller schwangeren Frauen dort zumindest einmal zu einer Schwangerenuntersuchung. World Vision rät Frauen in allen Projekten, diese Dienste häufiger und schon früher in der Schwangerschaft zu nutzen. Bei den afrikanischen Regierungen setzt sich World Vision dafür ein, dass Tests und Behandlung für Schwangere und Neugeborene verfügbar gemacht und damit das Übertragungsrisiko - wie in den westlichen Industrieländern – auf zwei Prozent gesenkt werden kann.
Mehr zur Internationalen Aids Konferenz in Wien (engl.)
Schwerpunktprojekte:
World Vision Schweiz hilft Aids-Waisen in Tansania
HIV- und Aidsaufklärung in Bangladesch



