Weltweit hat über eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser – häufig mit tödlichen Folgen.
Nach Angaben der Vereinten Nationen sterben jedes Jahr rund vier Millionen Menschen an Krankheiten, die durch verschmutztes Trinkwasser verursacht werden. Das sind etwa 10’000 Menschen täglich - davon fast 4’000 Kinder. Selbst alle Kriege weltweit fordern jedes Jahr weit weniger Todesopfer.
Auch in Mosambik ist das Wasservorkommen sehr beschränkt. Nur knapp ein Drittel der Bevölkerung hat Zugang zu sauberem Trinkwasser. Auf dem Land ist der Anteil noch tiefer.
Frauen und Kinder legen täglich riesige Distanzen zurück, um meist verschutztes Wasser für den täglichen Gebrauch zu holen. Die minderwertige Wasserqualität zieht Krankheiten wie Durchfall, Bilharziose und Cholera nach sich und führt zu einer hohen Sterberate unter der Bevölkerung. Betroffen sind meisten die Schwächsten, namentlich die Kinder.
In vergangenen Jahrzehnten wurden in Mosambik durch verschiedene Entwicklungsprojekte zwar Brunnen gebohrt und Wasserpumpen eingerichtet, doch viele dieser Brunnen sind mittlerweile sanierungsbedürftig oder unbrauchbar.
Land mit bewegter Geschichte
Mosambik liegt im südöstlichen Teil Afrikas, zwischen Tansania und Südafrika. 1975 erlangte es die Unabhängigkeit als "Volksrepublik Mosambik" unter marxistischer Präsidentschaft. Es folgten viele Jahre Bürgerkrieg bis zu den Friedensabkommen von 1992.
Nach den ersten freien Wahlen 1994 hat Mosambik politische Stabilität gefunden. Die Folgen der Kolonialzeit und des Bürgerkrieges sind aber noch nicht überwunden. 70 Prozent der rund 17 Millionen Menschen leben auf dem Land und in absoluter Armut.
World Vision in Mosambik
World Vision unterstützt die Patenschaftsprojekte Chidenguele, Muecate und Ukane sowie ein Schwerpunktprojekt Wasser in Mosambik.

