Riesig an Fläche, hat die Mongolei nur knapp drei Millionen Einwohner, von denen die wenigsten noch als Nomaden leben. Armut und Perspektivlosigkeit treibt die Menschen in die Städte.
Mit mehr als 1.6 Millionen Quadratkilometern ist die Mongolei das achtgrösste Land Asiens und damit vierzig Mal grösser als die Schweiz. Doch leben dort nur etwa 3 Millionen Menschen. In der grössten Stadt, der Hauptstadt Ulaan Baatar, lebt ein Drittel der Gesamtbevölkerung.
Fast eine Million der 2,7 Millionen Mongolen leben in ärmsten Verhältnissen. Offiziell liegt die Arbeitslosigkeit bei gerade mal 3 bis 4 Prozent, tatsächlich sind es über 25. Viele verdienen ihren Lebensunterhalt mit Gelegenheitsjobs, Saison- und Schwarzarbeit. Das durchschnittliche Monatseinkommen liegt bei etwa 300'000 Tugrik, das entspricht derzeit 225 Franken. Etwa 70‘000 Kinder verlassen vorzeitig die Schule. Das sind 15 Prozent aller schulpflichtigen Kinder.
Ulaanbaatar - auf der Suche nach Glück
Allein in der Hauptstadt Ulaanbaatar leben etwa 4'000 Kinder zwischen acht und 18 Jahren auf der Strasse. Ein vor allem im Winter unerträglicher Zustand, denn oftmals herrschen eisige Temperaturen, die unter -40° C fallen können. Nicht selten wird die Not skrupellos ausgenutzt und die Kinder zur Zwangsarbeit gepresst.
Weiter verschlechtert hat sich die Situation, als die mongolische Regierung vor einigen Monaten zahlreiche Schächte zu unterirdischen Tunneln der Fernwärme-Heizungssysteme verschliessen liess, damit sich die Strassenkinder nicht mehr dort aufhalten können. So suchen sie nun in Winkeln und Hauseingängen Zuflucht vor den eisigen Temperaturen und kämpfen täglich aufs Neue um Essen und Unterkunft.
World Vision in der Mongolei
World Vision unterstützt ein Schwerpunktprojekt für Strassenkinder und eines zur Gewerbeförderung in der Mongolei. Dazu kommen die Patenschaftsprojekte Darkhan und Khentii.

