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Indien - Land der Gegensätze

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Einerseits eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaft der Welt, andererseits Millionen Menschen, die in Slums und auf der Strasse in erschreckender Armut leben.

In Kolkata (bis 2001 Kalkutta), der Hauptstadt der Provinz Westbengalens, wird das Spannungsfeld zwischen arm und reich spürbar. Kolkata ist Heimat von fünf Millionen Menschen - 15 Millionen, die Vororte mitgezählt - und gilt als Armenhaus Indiens. Vor allem aufgrund der vielen Flüchtlinge aus dem Nachbarland Bangladesch und der armen indischen Bundesstaaten Bihar und Orissa.

In den Strassen Kolkatas leben drei Millionen Menschen unter ärmlichsten Bedingungen. Von klein auf sind die dort geborenen Kinder gezwungen zu arbeiten und, da die Einkünfte der Eltern meist nicht ausreichen, die Familie zu unterstützen.

Strassenkinder - diskriminiert und ausgebeutet

Sie sammeln Müll, putzen Schuhe, arbeiten in Fabriken, reinigen Züge, betteln und stehlen. Oft werden sie gezwungen, sich von ihren Familien zu trennen und sich alleine durchzuschlagen.

Strassenkinder werden diskriminiert und sind Willkür und Gewalt ausgesetzt, wobei die Mädchen besonders stark betroffen sind. Noch heute werden Knaben bevorzugt und die Mädchen als finanzielle Belastung betrachtet, da die Eltern bei einer Heirat für die Mitgift der Tochter aufkommen müssen.

World Vision in Indien

World Vision unterstützt ein Schwerpunktprojekt für Strassenmädchen und die Patenschaftsprojekte Aparajita und Duars in Indien.