Eine selbstbestimmte und sichere Zukunft für Strassenmädchen und junge Mütter. Das ist das Ziel unserer Projektarbeit in Rio de Janeiro.
„Viel Liebe, soviel Liebe! Und ich habe gute Erfahrungen gemacht im Kennenlernen anderer Menschen.“ Anastasia, 21 Jahre, im siebten Monat schwanger
„Ich habe gelernt mit meinen Mitmenschen zu sprechen.“ Rafaela, 16 Jahre, Mutter von zwei Kindern
Viel fürs Leben gelernt
Aline, Anastasia und Rafaela haben vieles gemeinsam. Alle drei haben ein Leben auf der Strasse hinter sich, während dessen sie Schreckliches erlebt und durchgemacht haben. Doch alle drei konnten auch mit der Unterstützung von World Vision eine Berufsausbildung machen, bei der sie nicht nur Praktisches gelernt, sondern auch viel fürs Leben mitbekommen haben.
In Rio de Janeiro gibt es staatliche Institutionen, die sich der schulischen und beruflichen Ausbildung von Strassenkindern annehmen. Mit seinem Schwerpunktprojekt für Strassenmädchen begleitet World Vision jährlich rund 20 junge Frauen und alleinstehende Mütter zwischen 15 und 23 Jahren und ermöglicht ihnen so die Fördermassnahmen.
„Junge Mütter, die in Rio die Strasse als Bezugsort haben, sind vielfältigen Gefahren wie Gewalt, Drogenkonsum oder sexueller Ausbeutung ausgesetzt. Mit gezielter Beratung und Schulung werden den jungen Frauen Alternativen und Wege für eine Zukunft jenseits der Strasse aufgezeigt."
So besuchen die die Mädchen im ersten Halbjahr Kurse und Vorträge zu Themen wie Kinderpflege, Hygiene, sexuell übertragbare Krankheiten, HIV und Aids-Prävention, Frauenrechte, Selbstwahrnehmung und Ethik. Diese Kurse vermitteln den Teilnehmerinnen wichtige Grundkenntnisse und stärken das Selbstbewusstsein.
Im zweiten Halbjahr absolvieren sie eine praktische Ausbildung zur Coiffeuse inklusive Manicure. Nebst der beruflichen Ausbildung werden die jungen Frauen durch beratende Fachleute persönlich begleitet und später auch bei der Suche einer Arbeitsstelle unterstützt.
Aktuelle Fortschritte im Projekt
- Insgesamt wurden 20 junge Frauen und Mütter mit ihren 27 Kindern betreut
- 18 Mädchen haben eine Anlehre zur Coiffeuse absolviert
- Mädchen besuchten wieder die Schule
- Mädchen haben einen Computerkurs absolviert
- Mädchen haben Gesunheits- und Präventionskurse in den Bereichen HIV/Aids, Sexualkunde und innerhäuslicher Gewalt besucht


