Dank neuer Anbaumethoden, die in in dem schwierigen Gebiet besser funktionieren, leben in Quan Hoa jetzt weniger Menschen unter der Armutzsgernze.
300 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Hanoi in abgelegenen Berggebieten nahe der Grenze zu Laos liegt der Distrikt Quan Hoa mit rund 43‘000 Einwohnern. 98 Prozent der Bevölkerung leben von Landwirtschaft oder dem Verkauf von Bambus. Doch sie verdienen damit kaum genug zum Leben. Viele Haushalte leben unter der nationalen Armutsgrenze, etwa 1USD, denn schwierige Verhältnisse wie Trockenzeiten von Oktober bis April oder Überschwemmungen und Murgänge erschweren es, regelmässig eine Ernte einzubringen. Also Folge davon haben viele Familien bis zu drei Monate im Jahr nicht genug zu essen.
1999 lancierte World Vision in Zusammenarbeit mit lokalen Gruppierungen und engagierten Personen das Patenschaftsprojekt Quan Hoa. Rund 900 Kinder aus den ärmsten Familien sind derzeit in das Patenschaftsprogramm integriert. 23‘500 Menschen profitieren von den Projektaktivitäten in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Leiterschaftsentwicklung und Förderung der Kinder.
World Vision engagiert sich in folgenden Bereichen
- Gesundheit und Ernährung: Durch ausgewogene Ernährung, sauberes Trinkwasser, Hygiene und besseren Zugang zur Gesundheitsversorgung, verbessert World Vision die Gesundheit der Bevölkerung, vor allem von Kindern und Müttern.
- Schule und Bildung: Mit Weiterbildungen für das Lehrpersonal und die Einrichtung kindgerechter Schulräume, Spielplätze sowie ausserschulischen Aktivitäten, erhöht World Vision die Qualität der Schulbildung vom Kindergarten bis zur Sekundarschule.
- Landwirtschaft und Mikrofinanz: Die ärmsten Haushalte werden beim Aufbau einer eigenen Lebensgrundlage durch Schulungen, Material und Mikrokredite unterstützt.
- Menschen- und Kinderrechte: Kinder, Eltern, Lehrer und örtliche Verantwortungsträger lernen die Rechte der Kinder kennen und diese umzusetzen.
- Kompetenzförderung: Geeignete Personen und lokale Organisationen schulen und fördern, so dass sie selbst Projekte zur nachhaltigen Entwicklung planen und durchführen können.
- Patenschaftsprogramm: Kinder aus den ärmsten Familien werden von einheimischen World Vision-Mitarbeitern regelmässig besucht, um zu sehen, wie sie sich entwickeln und wo sie und ihre Familien Unterstützung brauchen. Das reicht von Schulmaterial und regelmässiger medizinischer Vorsorgeuntersuchung bis zu Gesprächen mit den Eltern, wie sie ihre Kinder besser erziehen und fördern können.
Fortschritte 2010/11
Gesundheit und Ernährung
65 Dorfgesundheitshelfer schulen in ihren Gemeinschaften jetzt selbststädig zu verschienden Themen wie z.B. Trinkwasser, Sanitäranlagen, HIV- und Aids-Prävention oder ausgewogene Ernährung.
276 Mütter lernten in Frauentreffen Grundlegendes über Ernährung auch während der Schwangerschaft. Gemeinsam kochten sie ausgewogene und nahrhafte Mahlzeiten für ihre Kinder.
Schule und Bildung
120 Lehrer besuchten einen Kurs über kindgerechte Unterrichtsformen für Kindergärten, um die Qualität zu erhöhen. Neun Lehrer-Eltern-Gruppen konnten gebildet werden, die Eltern helfen besser auf die Bedürfnisse ihrer Kinder einzugehen.
World Vision arbeitete daran, Netzwerke mit Bildungsbehörden und anderen Organisation zu bilden, um berufliche Ausbildungsmöglichkeiten für Jugendliche ohne Schulabschluss zu schaffen.
Landwirtschaft und Mikrofinanz
Die Rate der Haushalte unter der nationalen Armutsgrenze sank von 61 Prozent im Jahr 2005 auf 41 Prozent im Jahr 2010. Die Bauern lernten neue Anbaumethoden, die ihnen halfen auf dem schwierigen Gelände bessere Erträge zu erzielen.
Kompetenzentwicklung
Die Dorfgemeinschaften haben gelernt, wie sie für Probleme geeignete Lösungen finden können: So haben Bauerngruppen in 14 Dörfern eine Prioritätenliste anstehender Probleme zusammengestellt und Lösungsvorschläge erarbeitet. Einige Dorfgemeinschaften führten Ernährungsclubs ein, um das Problem der Mangelernährung in ihrem Bereich anzugehen.


