In Mzundu gehen mittlerweile 98 Prozent der Kinder zur Schule und bei rund 9'000 Menschen fliesst sauberes Wasser. Das Ergebnis erfolgreicher Projektarbeit.
Tansania ist eines der ärmsten Länder Afrikas. So ist neben Wasser, Hygiene und der Basisgesundheitsversorgung die Förderung der Landwirtschaft ein wichtiger Sektor. Hier hilft World Vision die Erträge zu steigern und Überschüsse zu erwirtschaften. Im ökonomischen Bereich fördern wir Kleingewerbe und Kooperativen. Darüber hinaus engagieren wir uns in den Bereichen HIV-Prävention, Aids-Behandlung und Bildung.
In der nordöstlichen Region Tanga, rund 450 Kilometer von der Stadt Arusha entfernt, führt World Vision Schweiz seit 1996 das Patenschaftsprojekt Mzundu. Hier leben etwa 74‘000 Menschen. Über 800 Kinder aus den ärmsten Familien sind derzeit im Patenschaftsprogramm integriert.
World Vision setzt sich in folgenden Bereichen ein
- Gesundheit und Ernährung: Gesundheitsvorsorge verbessern, Ausbildung von Geburts- und Gesundheitshelfern. Moskitonetze gegen Malaria. HIV- und Aids-Verbreitung durch Gesundheitsvorsorge, Schulung und Beratung verringern. Spezielle Unterstützung von Waisenkindern. Zugang zu Trinkwasser verbessern, um Krankheiten zu vermeiden.
- Schule und Bildung: Zugang verbessern durch den Bau und die Ausstattung von Schulhäusern, die Aus- und Weiterbildung von Lehrern, Sensibilisierung der Bevölkerung über Wichtigkeit des Schulbesuchs gerade für Mädchen.
- Landwirtschaft und Mikrofinanz: Bauernfamilien helfen ihre Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln zu verbessern, um Mangelernährung zu verringern und Haushaltseinkommen zu erhöhen.
- Patenschaftsprogramm: Kinder aus den ärmsten Familien werden von einheimischen World Vision-Mitarbeitern regelmässig besucht, um zu sehen, wie sie sich entwickeln und wo sie und ihre Familien Unterstützung brauchen. Das reicht von Schulmaterial und regelmässiger medizinischer Vorsorgeuntersuchung bis zu Gesprächen mit den Eltern, wie sie ihre Kinder besser erziehen und fördern können.
Fortschritte 2010/11
Schule und Bildung
Im Projektgebiet sind insgesamt 63 neue Schulzimmer entstanden und die Einschulungsrate ist von 65 auf 98 Prozent gestiegen. Der Unterricht wurde durch Lehrerweiterbildungen und neues Schulmaterial so verbessert, dass die Zahl der Kinder, die ihren Primarschulabschluss gemacht haben und in die Sekundarschule wechseln konnten von knapp zehn auf mehr als 30 Prozent gestiegen ist.
Gesundheit und Ernährung
In den Jahren 2006 bis 2008 stieg die Rate der geimpften Kinder unter fünf Jahren von 75 auf 85 Prozent.
8919 Haushalte im Projektgebiet profitieren von einem Zugang zu sauberem Trinkwasser. Für die meisten Haushalte beträgt die Distanz nun weniger als einen Kilometer zum nächsten Brunnen.


