Bildung wird in Tansania gross geschrieben, doch noch hapert es an der Vermittlung. Vor allem in den ländlichen Gebieten des riesigen Landes muss der Zugang noch verbessert werden.
Aus dem Festland Tanganjika und den zwei Inseln Sansibars entstand 1964 das heutige Tansania. Tropische Regionen am Indischen Ozean und die Savanne Serengeti im Norden, der Zentralafrikanische Graben im Westen und der Kilimandscharo, der mit 5895 Metern der höchste Berg Afrikas ist, prägen die Landschaft. Tansania grenzt an die drei grössten Seen Afrikas: den Viktoriasee im Norden, den Tanganjikasee im Westen und den Malawisee im Süden.
Aufgeschlossen und neugierig
Der Staat wirbt stark für den Schulbesuch. 78 Prozent der Männer und 62 Prozent der Frauen können lesen und schreiben. Leider sind die Schulen insgesamt schlecht ausgestattet und meistens viel zu klein. Schulgebühren werden zwar nicht erhoben, aber die Lehrmittel und Schuluniformen sowie eine Beteiligung an der Ausstattung und am Betrieb müssen bezahlt werden, was viele arme Familien überfordert.
Steigende Kosten und sinkende Lebensqualität
Überschwemmungen und Dürreperioden vernichten grosse Teile der Ernte und sind Ursachen dafür, dass 44 Prozent der Menschen unterernährt sind. Viele Dörfer liegen weit ausserhalb und verfügen über schlechte, nicht asphaltierte Strassen, die Transporte und Handel erschweren. Güter werden somit teuer, und leicht Verderbliches kann über die weiten Strecken nicht transportiert werden. Aufgrund von Armut, Hunger und schlechter medizinischer Versorgung erreichen nur wenige Menschen ein Alter über 65 Jahren.
Heiler und schmutziges Trinkwasser
Auf dem Lande ist die medizinische Versorgung ein besonderes Problem. In den Gesundheitsstationen fehlen qualifizierte Kräfte und Medikamente. Die Bevölkerung kann die Kosten kaum tragen und ist auf traditionelle Heiler und Hebammen angewiesen. Die Hälfte der Menschen verfügt über kein sauberes Trinkwasser und nur ein Drittel der Haushalte hat brauchbare Latrinen. Damit sind neben Malaria und Aids auch Durchfallinfektionen und Hautkrankheiten ein weit verbreitetes Problem.
World Vision Schweiz unterstützt die Patenschaftsprojekte Makindube, Mzundu, Ruvu Muungano, Sindeni in Tansania. Sowie ein Schwerpunktprojekt für Schwerpunktprojekt Waisenkinder & Aidswaisen.
Projektschwerpunkte
- Gesundheit und Ernährung
- HIV und Aids
- Trinkwasser
- Schule und Bildung
- Landwirtschaft und Einkommensförderung
- Patenschaftsprogramm: Kinder aus den ärmsten Familien werden von einheimischen World Vision-Mitarbeitern regelmässig besucht und unterstützt
Länder im Vergleich
| *UN Wohlstandsindikator für Länder | ||
|---|---|---|
| Bevölkerung unter 15 Jahren | 42% | 15.2% |
| Kinder pro Frau | 4.16 | 1.46 |
| Ärzte pro 100‘000 Einwohner | 2 | 360 |
| Lebenserwartung | 52.8 Jahre | 81 Jahre |
| Müttersterblichkeit auf 100‘000 Geburten | 790 | 10 |
| Kindersterblichkeit vor 5. Lebensjahr (von 1000) | 108 | 4 |
| Säuglingssterblichkeit (von 1000) | 68 | 4 |
| Analphabeten über 15 Jahren | 30.6% | 1% |
| Human Development Index* (von 169) | Rang 148 | Rang 13 |
Tansania in Zahlen
| Hauptstadt | Dodoma |
|---|---|
| Fläche | 1‘267‘000 km2 (CH 41‘285 km2) |
| Einwohner | 42.75 Mio. (CH 7.87 Mio.) |
| Sprachen | Swahili, Englisch, Arabisch (Sansibar), viele lokale Sprachen |
| Religionen | Festland: Christen 30%, Muslime 3%, Stammesreligionen 35%. Sansibar: Muslime 99% |
| Exportgüter | Cashewnüsse, Kaffee, Tabak, Baumwolle |
| Grösste Herausforderungen | Krankheiten, HIV und Aids, Kinder- und Müttersterblichkeit, mangelnde Bildung, Mangelernährung |
| World Vision in Tansania | seit 1981 |
| Projekte | Patenschaftsprojekte Makindube, Mzundu, Ruvu Muungano, Sindeni, Schwerpunktprojekt Waisenkinder & Aidswaisen |
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