Der Bezirk Malem Hoddar liegt 250 km östlich von Dakar in der Nähe von Kaffrine. Rund 30‘000 Menschen leben dort.
Die Probleme der Region sind vielfältig: Die Menschen haben nur eingeschränkten Zugang zu trinkbarem Wasser oder medizinischer Versorgung. Nur wenige Kinder gehen zur Schule, die die es schaffen, brechen sie oft vorzeitig wieder ab. Daher können viele Erwachsene nicht lesen und schreiben. Und oft reichen die Einkommen der Familien kaum, um sich selbst zu versorgen.
1999 rief World Vision in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen und engagierten Personen das Patenschaftsprojekt Malem Hoddar ins leben, das 20 Dörfer umfasst. Rund 1'400 Kinder aus den ärmsten Familien sind derzeit im Patenschaftsprogramm integriert, und etwa 14‘000 Menschen profitieren von den Projektaktivitäten.
World Vision arbeitet in folgende Bereichen
- Gesundheit und Ernährung: Zugang zu sauberem Trinkwasser, medizinische Basisversorgung
- Schule und Bildung: Schul- und Ausbildungen für Mädchen und Jungen, Analphabetisierungsprogramme für Erwachsene
- Landwirtschaft und Mikrokredite
- Patenschaftsprogramm: Kinder aus den ärmsten Familien werden von einheimischen World Vision-Mitarbeitern regelmässig besucht, um zu sehen, wie sie sich entwickeln und wo sie und ihre Familien Unterstützung brauchen. Das reicht von Schulmaterial und regelmässiger medizinischer Vorsorgeuntersuchung bis zu Gesprächen mit den Eltern, wie sie ihre Kinder besser erziehen und fördern können
Fortschritte 2010/11
Gesundheit und Ernährung
Da HIV und Aids in der Region ein Problem ist, hat World Vision zwölf Leiter geschult und ihnen erklärt, wie sie HIV und Aids betroffene Menschen betreuen und begleiten können.
85 Prozent der Kinder wurden altersgemäss geimpft. Vier Gesundheitsstationen erhielten total 20‘000 imprägnierte Moskitonetze, so dass die ganze Bevölkerung im Projektgebiet gegen Malaria geschützt ist.
Schule und Bildung
In sieben Dörfern zeigte man Eltern während einer Kampagne auf, wie wichtig Schule und Ausbildung gerade für Mädchen ist. Mit Erfolg, im Vergleich zu Oktober 2009 ist die Einschulungsrate von 37 auf 53 Prozent gestiegen. Für Erwachsene wurden zwölf neue Alphabetiesierungskurse lanciert. Diese werden vor allem von Frauen besucht.
Menschen- und Kinderrechte
In den fünf Kinderklubs lernen aktuell 550 Schüler, wie sie ihre Rechte wahrnehmen und sich für die nachhaltige Entwicklung ihrer Region einsetzen können. So bekommen sie soziale Kompetenz und lernen, ihre Zukunft aktiv zu gestalten.
Landwirtschaft und Mirkofinanz
Dank sechs neuer Getreidebanken ist die Nahrung auch während Trockenzeiten gesichert. Dazu gibt es neu zwei Modell-Gärten, die Gemüse und Obst für 40 Frauen und ihre Familien liefern. Ein eigener Gärtner schult und hilft beim Anbau. Deren Kinder erhalten eine ausgewogenere Ernährung und die Frauen können mit dem Überschuss ihr Einkommen verbessern.
Im landwirtschaftlichen Bereich wächst das unternehmerische Denken der Bauern. So hat zum Beispiel eine ortsansässige Genossenschaft einen Einachsschlepper angeschafft, mit dem die Ernte viel einfacher und schneller auf den Markt gebracht werden kann.


