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Peru - extremes Land – extreme Schwierigkeiten

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Armut, grosse soziale Unterschiede und eine schlechte Infrastruktur erschweren das Leben im Andenstaat Peru.

Die Eroberung durch die Spanier 1532 beendete jäh die Hochkultur des Inkareichs. Auch nach der Unabhängigkeit 1821 verhinderten Rebellionen und Konflikte noch lange die Entwicklung zu einem modernen Staat. Terror wurde in den 1980er Jahren vor allem durch die Guerillaorganisation „Der leuchtende Pfad“ verbreitet. Seit dem Ende der autoritären Regierung Fujimoris 2000 festigen sich zunehmend die demokratischen Strukturen in Peru.

Extreme Ungleichheit

Innerhalb des Landes gibt es grosse regionale Unterschiede der Einkommensverteilung. Die Armut konzentriert sich vor allem auf ländliche Gebiete, in denen vorwiegend die indigene Bevölkerung lebt. Mangelnde Infrastruktur und klimatische Herausforderungen sind vor allem im Andenhochland und im Amazonasgebiet Grund für die Armut. Die Bevölkerung in den Hochlagen der Anden lebt hauptsächlich von der Landwirtschaft.

Ärztliche Versorgung – oft unerreichbar

Ein Mindestmass an Gesundheit, Hygiene und gesunder Ernährung für alle? Angesichts Sprachproblemen der indigenen Bevölkerung, unerschwinglicher medizinischer Versorgung, Naturkatastrophen, belasteten Trinkwassers und schlechter Böden ist das für die arme Bevölkerung kaum zu erreichen.

Peru ist auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen. Auf politischer Ebene erfährt es Unterstützung bei der Entwicklung von Demokratie und Rechtssicherheit oder im Kampf gegen soziale Probleme. Nichtregierungsorganisationen konzentrieren sich auf die Verbesserung der alltäglichen Lebenssituation der Menschen.

World Vision bietet Schulungen in Hygiene, Gesundheit und Ernährung an, hilft beim Ausbau der Trinkwasserversorgung und erarbeitet Programme zur Schul- und Weiterbildung. So gewinnen die Menschen Perspektive für eine bessere Zukunft.

World Vision unterstützt die Patenschaftsprojekte Querococha und Mancos in Peru.

Projektschwerpunkte

  • Gesundheit und Ernährung
  • Schule und Bildung
  • Landwirtschaft und Mikrofinanz
  • Menschen- und Kinderrechte
  • Patenschaftsprogramm: Kinder aus den ärmsten Familien werden von einheimischen World Vision-Mitarbeitern regelmässig besucht und unterstützt

Länder im Vergleich

*UN Wohlstandsindikator für Länder    
  Peru Schweiz
Bevölkerung unter 15 Jahren 28.5% 15.2%
Kinder pro Frau 2.32 1.46
Ärzte pro 100‘000 Einwohner 117 360
Lebenserwartung 72.4 Jahre 81 Jahre
Kindersterblichkeit vor 5. Lebensjahr (von 1000) 19 4
Müttersterblichkeit auf 100‘000 Geburten 98 10
Säuglingssterblichkeit (von 1000) 15 4
Analphabeten über 15 Jahren 7.1% 1%
Human Development Index* (von 169) Rang 63 Rang 13

Peru in Zahlen

Hauptstadt Lima
Fläche 1‘285‘220 km2 (CH 41‘285 km2)
Einwohner 29.25 Mio. (CH 7.87 Mio.)
Sprachen Spanisch 84%, Quechua 13%, Aymara 1.7%, andere
Religionen Katholisch 81.3%, Evangelisch 12.5%, andere
Exportgüter Kupfer, Gold, Zink, Kaffee, Gemüse, Früchte, Textilien, Fischmehl
Grösste Herausforderungen Mangelernährung, Krankheiten, mangelnde Bildung, Wasserversorgung, Häusliche Gewalt und sexueller Missbrauch
World Vision in Peru seit 1994
Projekt Patenschaftsprojekte Querococha und Mancos


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