World Vision
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Harobanda-Est

Auch wenn die Siedlung Harobanda-Est von den Behörden nicht anerkannt wird, sind die Menschen dort mehr als motiviert, ihre Lebenssituation zu verbessern - World Vision hilft ihnen dabei.

Die Hauptstadt Niamey liegt am Fluss Niger. World Vision führt auf der westlichen Flussseite seit 2002 das Patenschaftsprojekt Harobanda-Est durch, an das sich das Projekt Karadjé Banguey-do georaphisch direkt anschliesst. Ziel beider Projekte ist es, Kindern und ihren Familien, die unter besonders ärmlichen Verhältnissen leben, ein besseres Leben zu ermöglichen.

Die involvierten Quartiere sind aus alten Dörfern entstanden und haben mit ihren Lehmbauten noch dörflichen Charakter. In der Regenzeit drohen ihnen Überschwemmungen vom Fluss Niger und damit verbunden der Ausbruch von Krankheiten.

Da die zuständigen Behörden wegen ungeklärter Landrechte die betroffenen Quartiere als illegal ansehen, investieren sie wenig in die dortige Infrastruktur: Sauberes Trinkwasser, Gesundheitsstationen oder Schulhäuser sowie adäquat ausgebildete Lehrer gibt es kaum.

World Vision springt hier in die Lücke. Gemeinsam analysieren lokale Teams und World Vision die Probleme der Quartiere und erarbeiten Lösungen. Über rund 15 Jahre hinweg begleitet World Vision den Entwicklungsprozess, bis die Menschen vor Ort die eingeleiteten Initiativen selbstständig weiterführen können. Derzeit sind gut 2'000 Kinder aus den ärmsten Familien in das Patenschaftsprogramm von Harobanda-Est integriert.

World Vision setzt sich in folgenden Bereichen ein

  • Gesundheit und Ernährung: Vor allem für Kinder und Mütter, um die hohe Kinder- und Müttersterblichkeit zu verringern und Mangelernährung vorzubeugen. World Vision stellt die Versorgung mit sauberem Trinkwasser in der Nähe von Dörfern, Schulen und Gesundheitsstationen sicher, erstellt sanitäre Einrichtungen und schult die Menschen zu diesem Thema.
  • Schule und Bildung: Den Zugang zur Schule und die Unterrichtsqualität verbessern, Alphabetisierungskurse und Berufsausbildungen für Jugendliche und Erwachsene.
  • Landwirtschaft und Mikrofinanz: Um den Familien eine solide Lebensgrundlage zu öffenen werden Kleingewerbe aktiv gefördert.
  • Menschen- und Kinderrechte: Durch Schulungen und Sensibilisierungskampagnen werden Kindern, ihren Eltern, Lehrern und lokalen Entscheidungsträgern Kinderrechte vermittelt. World Vision hilft zudem bei der Umsetzung.
  • Patenschaftsprogramm: Kinder aus den ärmsten Familien werden von einheimischen World Vision-Mitarbeitern regelmässig besucht, um zu sehen, wie sie sich entwickeln und wo sie und ihre Familien Unterstützung brauchen. Das reicht von Schulmaterial und regelmässiger medizinischer Vorsorgeuntersuchung bis zu Gesprächen mit den Eltern, wie sie ihre Kinder besser erziehen und fördern können.

Fortschritte 2010/11

Gesundheit und Ernährung

588 Moskitonetze wurden an Familien im Patenschaftsprogramm verteilt. 83 Patenkinder wurden wegen Malaria und anderen Krankheiten medizinisch behandelt. World Vision beteiligte sich an einem Impfprogramm für Mütter und Kinder.

Schule und Bildung

Für 200 Kinder wurde das Schulgeld übernommen. Drei Frauen konnten ihre Ausbildung als Hauswirtschaftslehrerin abschliessen.