World Vision
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Xolotlan

Problemlösungen sind gefragt: In Xolotlan stehen die Ausbildung der Kinder, neue landwirtschaftliche Methoden und eine bessere Gesundheitsversorgung im Fokus.

Der Bezirk San Francisco Libre liegt nordöstlich des Managuasees und ist rund 80 Kilometer von der Hauptstadt Managua entfernt. Über 10‘000 Menschen leben hier. Sie bauen Mais, Hirse und Bohnen an oder suchen Arbeit als Tagelöhner.

Sauberes Trinkwasser fehlt in vielen Haushalten, Hygiene ist mangelhaft, es gibt nicht immer genügend Nahrungsmittel, und die Kindersterblichkeit ist hoch. Längst nicht alle Kinder haben Zugang zur Schule oder die Möglichkeit, lebenswichtige Kompetenzen zu erwerben. Geringes Einkommen, Armut und Wohnungen in gefährlichen Gebieten verschlechtern die Lebensqualität.

Im Jahr 2000 begann World Vision dort das Patenschaftsprojekt Xolotlan. 33 Dörfer sind in das Programm involviert. 1'600 Kinder aus den ärmsten Familien sind in das Patenschaftsprogramm aufgenommen worden.

World Vision setzt sich in folgenden Bereichen

  • Gesundheit und Ernährung: Eine ausreichende und ausgewogene Ernährung während des ganzen Jahres sicherzustellen. Den Familien gute Hygiene und Wissen über gesunde Ernährung vermitteln, um die Gesundheit zu stärken. Mangelernährung bei Kindern unter fünf Jahren aufdecken und den Eltern helfen, ihre Kinder besser zu ernähren. Kindern Zugang zur Gesundheitsversorgung ermöglichen.
  • Schule und Bildung: Kindern den Schulbesuch ermöglichen, Kompetenzen vermitteln, ihnen helfen, sich aktiv in der Entwicklung ihrer Region einzubringen.
  • Menschen- und Kinderrechte: Bürgerrechte wahrnehmen, Rechte der Kinder und Frauen fördern, Schutz vor Missbrauch und Gewalt verbessern.
  • Patenschaftsprogramm: Kinder aus den ärmsten Familien werden von einheimischen World Vision-Mitarbeitern regelmässig besucht, um zu sehen, wie sie sich entwickeln und wo sie und ihre Familien Unterstützung brauchen. Das reicht von Schulmaterial und regelmässiger medizinischer Vorsorgeuntersuchung bis zu Gesprächen mit den Eltern, wie sie ihre Kinder besser erziehen und fördern können.

Fortschritte 2010/11

Gesundheit und Ernährung

99 Gesundheitspromotoren wurden geschult, wie sie andere anleiten können, ihre Haushalte gesünder zu führen und Krankheiten rechtzeitig zu erkennen. 75 Prozent der Haushalte sind schon erreicht worden, und das Gesundheitsministerium stellt einen deutlichen Rückgang von Krankheiten mit Komplikationen fest.

Landwirtschaft und Mikrofinanz

Im landwirtschaftlichen Bereich sind neue Technologien eingeführt worden, die die Umwelt schützen und so Brandrodungen und Monokulturen verhindern. Weiterer Pluspunkt: Die so angebauten Lebensmittel sind besser und in grösserer Menge vorhanden. Die Folgen sind eine gesündere Ernährung und weniger magelernährte Kinder.

Kompetenzentwicklung

500 Kinder machen aktuell bei Programmen mit, in denen sie tanzen, malen und backen lernen. 650 Kinder und Jugendliche besuchen Workshops, wie man Entscheidungen trifft, die Infrastruktur der Schule verbessert und Sicherheitspläne erarbeitet.

Ein Netzwerk mit 36 Friedensvermittlern konnte gebildet werden, das Jugendlichen hilft, Konflikte auf konstruktive Art zu lösen und Männer ermutigt, ihre Kinder anzuerkennen. Ausserdem hilft es Kindern, die zuhause von Gewalt betroffen sind oder von ihren Eltern vernachlässigt werden.