World Vision
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Xochiltlepec

Seit mehr als zehn Jahren ist World Vision in Xochiltlepec aktiv und unterstützt dort 16‘300 Menschen in 14 Dörfern. Gut 1'500 Kinder sind im Patenschaftsprogramm integriert.

Xochiltlepec liegt im Bezirk La Concepción rund 30 km südlich von der Hauptstadt Managua. Rund 37‘000 Menschen leben hier. Das Land ist fruchtbar, doch der vom Vulkan Masaya verursachte saure Regen macht den Pflanzen teilweise sehr zu schaffen.

Viele Menschen gehen nur wenige Jahre oder gar nicht in die Schule, mit entsprechenden Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung. Acht Prozent der Kinder unter fünf zeigen Zeichen von Mangelernährung. Gewalt gegen Frauen und Kinder und eine hohe Kriminalitätsrate machen diesen Bezirk sehr unsicher.

2001 lancierte World Vision das Patenschaftsprojekt Xochiltlepec in 14 Dörfern mit total 16‘300 Einwohnern. Gut 1'500 Kinder aus den ärmsten Familien sind im Patenschaftsprogramm integriert.

World Vision setzt sich in folgenden Bereichen

  • Gesundheit und Ernährung: Eine ausreichende und ausgewogene Ernährung während des ganzen Jahres sicherzustellen. Den Familien gute Hygiene und Wissen über gesunde Ernährung vermitteln, um die Gesundheit zu stärken. Mangelernährung bei Kindern unter fünf Jahren aufdecken und den Eltern helfen, ihre Kinder besser zu ernähren. Kindern Zugang zur Gesundheitsversorgung ermöglichen.
  • Schule und Bildung: Kindern den Schulbesuch ermöglichen, Kompetenzen vermitteln, ihnen helfen, sich aktiv in der Entwicklung ihrer Region einzubringen.
  • Menschen- und Kinderrechte: Bürgerrechte wahrnehmen, Rechte der Kinder und Frauen fördern, Schutz vor Missbrauch und Gewalt verbessern.
  • Patenschaftsprogramm: Kinder aus den ärmsten Familien werden von einheimischen World Vision-Mitarbeitern regelmässig besucht, um zu sehen, wie sie sich entwickeln und wo sie und ihre Familien Unterstützung brauchen. Das reicht von Schulmaterial und regelmässiger medizinischer Vorsorgeuntersuchung bis zu Gesprächen mit den Eltern, wie sie ihre Kinder besser erziehen und fördern können.

Fortschritte 2010/11

Gesundheit und Ernährung

Viele Freiwillige liessen sich zu vom Gesundheitsministerium anerkannten Gesundheitspromotoren ausbilden und machen seitdem Hausbesuche, um die Familien zu beraten.

Ein Komitee zur Ernährungssicherung konnte mit Mitgliedern von Institutionen, Basisorganisationen, Behörden und Kirchen gebildet werden. Sie achten darauf, dass Eltern von mangelernährten Kindern betreut werden und setzen Landwirtschaftspromotoren ein, die mehr als 600 Familien helfen, genug für den Eigenbedarf zu produzieren.

Schule und Ausbildung

Das Bildungssystem hat sich wesentlich verbessert. Lehrer wurden weitergebildet, zwei Schulhäuser gebaut und Infrastruktur bereitgestellt.

Kompetenzentwicklung

Die Entwicklungsprogramme sind breit abgestützt. Eltern, Kinder, Schulbehörden und politische Leiter sind mehr und mehr in der Lage ihr Leben selbstständig zu gestalten. Die Dorfentwicklungsgruppen haben gelernt, Projekte eigenständig zu planen und durchzuführen.