Gemüsepflanzen, Saatgut und neue Arbeitsgeräte haben in Lamjung die Ernährungs- und Einkommenssituation immens verbessert.
Der Distrikt Lamjung liegt im Bergland Nepals rund 180 Kilometer östlich der Hauptstadt Kathmandu. Verschiedene Volksgruppen leben hier in einer multikulturellen Gesellschaft unterschiedlichster Religionen zusammen. Das stark prägende Kastenwesen drückt ganze Gesellschaftsgruppen „als unberührbar“ an den Rand. Besonders die Frauen und Kinder leiden darunter.
Im Jahr 2002 lancierte World Vision in Zusammenarbeit mit lokalen Dorfentwicklungskomitees, Behörden und Organisationen das Patenschaftsprojekt Lamjung in neun Gemeinden des Distriktes. Im Einzugsbereichs des Projektes leben 75‘000 Menschen. 1'320 Kinder aus den ärmsten Familien sind derzeit in das Patenschaftsprogramm integriert.
World Vision arbeitet in folgenden Bereichen
- Gesundheit und Ernährung: den Gesundheitszustand der Kinder und ihrer Familien verbessern durch Sensibilisierungskampagnen, Schulungen, Gesundheitsstationen, Trinkwasserversorgung und sanitären Anlagen. Betreuung in der Schwangerschaft, Schulung in Ernährung, Gesundheit und Kinderschutz helfen den Müttern, ihren Kindern einen guten Start ins Leben zu ermöglichen.
- Schule und Bildung: Den Kindern einen guten Schulunterricht ermöglichen und sie zuzurüsten, aktiv an der Entwicklung ihres Umfeldes mitzuwirken.
- Landwirtschaft und Mikrofinanz: Den Menschen helfen, für sich und ihre Familien genügend Einkommen zu erwirtschaften, sei es durch bessere landwirtschaftliche Methoden oder durch Hilfen wie Schulung und Mikrokredite für Kleingewerbe.
- Patenschaftsprogramm: Kinder aus den ärmsten Familien werden von einheimischen World Vision-Mitarbeitern regelmässig besucht, um zu sehen, wie sie sich entwickeln und wo sie und ihre Familien Unterstützung brauchen. Das reicht von Schulmaterial und regelmässiger medizinischer Vorsorgeuntersuchung bis zu Gesprächen mit den Eltern, wie sie ihre Kinder besser erziehen und fördern können.
Fortschritte 2010/11
Gesundheit und Ernährung
Gemeinsam mit anderen Organisationen, Gesundheitsstationen, Entwicklungskomitees setzt World Vision sich bei der Regierung für die frühkindliche Förderung in den Bereichen Ernährung, Gesundheit, Sicherheit und Schutz und altersgemässe Förderung ein. In Kursen konnten sich die in diesen Projekten engagierten Personen weiterbilden.
Da viele arme Menschen keine Latrine zur Verfügung steht, führen die von World Vision geschulten Dorfentwicklungskomitees Informationskampagnen für ein sauberes Dorf durch. Sie ermutigen die Bevölkerung Latrinen bei Schul- und Wohnhäusern zu bauen, Abfall sauber zu entsorgen und auf Hygiene zu achten. Damit können viele Krankheiten vermieden werden.
Schule und Bildung
Es gibt nur wenige staatliche Schulen im Projektgebiet, und diese sind teilweise schlecht ausgestattet. Arme Familien können sich aber keine Privatschulen leisten. So gehen über 6 Prozent der Kinder gar nicht in die Schule. World Vision schult das Lehrpersonal, kindgerechten Unterricht zu erteilen und so das Lernen zu fördern.
Landwirtschaft und Mikrofinanz
World Vision hat zusammen mit einer anderen NGO Bauern im Gemüseanbau, Ziegen-, Hühner- und Bienenzucht geschult, Gewächshäuser eingeführt und Saatgut zur Verfügung gestellt. Mikrokredite, Spargruppen und Schulungen helfen Menschen mit Geschäftssinn, ein Kleingewerbe erfolgreich zu betreiben.
Menschen- und Kinderrechte
Kinder können in ausserschulischen Kinderklubs verschiedene Kompetenzen erwerben wie das Planen und Präsentieren von Projektideen, Leiterschaft und das Umsetzen von Kinderrechten.


