World Vision
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Lalitpur

Gerade einmal 28 Prozent der Kinder in Nepal gehen zur Schule und viele verlassen diese wieder vor der 5. Klasse. Nicht so in Lalitpur - dort hat sich die Schülerzahl sogar erhöht.

Der Distrikt Lalitpur liegt direkt südlich der Hauptstadt Kathmandu und umfasst städtisches und ländliches Gebiet. In der Hoffnung auf ein besseres Leben ziehen Menschen vom Land hierher. Aber rund 40 Prozent der Haushalte, die durchschnittlich fünf Personen umfassen, leben in zum Teil grosser Armut.

Im Jahr 2002 lancierte World Vision in Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung, Behörden und Organisationen das Patenschaftsprojekt Lalitpur in sieben Gemeinden des Distriktes. Im Einzugsbereichs des Projektes leben rund 38‘000 Menschen. 1'300 Kinder aus den ärmsten Familien sind derzeit in das Patenschaftsprogramm integriert. 

World Vision arbeitet in folgenden Bereichen

  • Gesundheit und Ernährung: den Gesundheitszustand der Kinder und ihrer Familien verbessern durch Sensibilisierungskampagnen, Schulungen, Gesundheitsstationen, Trinkwasserversorgung und sanitären Anlagen. Betreuung in der Schwangerschaft, Schulung in Ernährung, Gesundheit und Kinderschutz helfen den Müttern, ihren Kindern einen guten Start ins Leben zu ermöglichen.
  • Schule und Bildung: Den Kindern einen guten Schulunterricht ermöglichen und sie zuzurüsten, aktiv an der Entwicklung ihres Umfeldes mitzuwirken.
  • Landwirtschaft und Mikrofinanz: Den Menschen helfen, für sich und ihre Familien genügend Einkommen zu erwirtschaften, sei es durch bessere landwirtschaftliche Methoden oder durch Hilfen wie Schulung und Mikrokredite für Kleingewerbe.
  • Patenschaftsprogramm: Kinder aus den ärmsten Familien werden von einheimischen World Vision-Mitarbeitern regelmässig besucht, um zu sehen, wie sie sich entwickeln und wo sie und ihre Familien Unterstützung brauchen. Das reicht von Schulmaterial und regelmässiger medizinischer Vorsorgeuntersuchung bis zu Gesprächen mit den Eltern, wie sie ihre Kinder besser erziehen und fördern können.

Fortschritte 2010/11

Schule und Bildung

World Vision hilft den Gemeinden den Schulunterricht zu verbessern. Der Rektor einer Sekundarschule erzählte, dass dieses Jahr mehr Schüler von der Primarschule in die Sekundarschule gewechselt haben als früher, dass die Schüler bessere Abschlüsse machen und dass weniger Schüler die Schule vorzeitig abgebrochen haben. Er führt das auf den verbesserten Unterrichtsstil und die kindgerechte Einrichtung in der Schule zurück. Zu seiner Freude kommen nun auch einzelne Kinder, die vorher in Privatschulen gegangen sind.

Um den Kindern einen guten Start ins Leben und eine positive Entwicklung zu ermöglichen, führt World Vision Kurse für die Mütter durch, wie sie sich während der Schwangerschaft verhalten, ihre Babys richtig stillen und ihre Kleinkinder ausgewogen ernähren können. Eine Mitarbeiterin in dem Kinderförderungszentrum erzählt, dass die Kinder, die von diesem Zentrum in die erste Primarklasse wechseln, viel aufgeweckter und kreativer sind als andere Kinder.

Gesundheit und Ernährung

Sauberes Trinkwasser, sanitäre Anlagen und Hygieneschulungen in Schulen und Haushalten tragen dazu bei, dass die Menschen gesünder leben. Sie sind motiviert ihre Umgebung und auch die Schulgelände sauber zu halten.

Ausserdem erkrankten weniger Kinder an Durchfall, Amöben, Würmern und Hautkrankheiten. Trinkwasserreservoirs bringen fliessendes Wasser in die Dörfer und kurbeln den Gemüseanbau an.

 

Landwirtschaft und Mikrofinanz

World Vision hilft armen Bauern, bessere landwirtschaftliche Methoden anzuwenden. Zuerst ging es um Anbaumethoden und Tierzucht. In den letzten Monaten verschob sich der Schwerpunkt hin zu Kursen in Management, Budgetierung und Marktanalyse. Vielen Familien gelingt es dank Gemüseanbau, Pilzzucht und Honigproduktion ihren Lebensunterhalt zu verdienen.