World Vision
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Neguela

Verschmutztes Wasser ist sehr oft Ursache schwerer Krankheiten, die besonders Kleinkindern gefährlich werden. In Neguela beugt man dieser Gefahr jetzt aktiv vor.

Der Distrikt Kati liegt rund 20 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Bamako in einer Savannenebene. Es ist ein ländliches Gebiet. Viele Menschen leben von Ackerbau oder Viehwirtschaft. Einige kleine Fischereien und Gemüseproduzenten gibt es auch. Angebaut wird vor allem Hirse, Mais und Reis. Doch zunehmende Trockenzeiten und unsachgemässer Umgang führen nach und nach zum Rückgang der Vegetation. In einigen Dörfern haben die Menschen kaum Zugang zu sauberem Trinkwasser. Sanitäre Einrichtungen fehlen weitgehend. Die wenigen Gesundheitsstationen sind spärlich ausgestattet. Es mangelt an Schulhäusern.

Seit 2007 führt World Vision im westlichen Teil des Distriktes das Patenschaftsprojekt Neguela durch und erreicht so rund 31‘000 Menschen. Derzeit sind 1'570 Kinder aus den ärmsten Familien in das Patenschaftsprogramm integriert. Sie profitieren zusammen mit ihren Familien und den ganzen Dorfgemeinschaften von den Projektaktivitäten.

World Vision engagiert sich in folgenden Bereichen

  • Schule und Bildung: Den Zugang zur Schule und die Unterrichtsqualität verbessern, Alphabetisierungskurse und Berufsausbildungen für Jugendliche und Erwachsene.
  • Gesundheit und Ernährung: Vor allem für Kinder und Mütter, um die Kinder- und Müttersterblichkeit zu verringern und Mangelernährung zu vermeiden. Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser in der Nähe von Dörfern, Schulen und Gesundheitsstationen sicherstellen, adäquate sanitäre Einrichtungen erstellen und die Menschen in diesen Bereichen schulen.
  • Landwirtschaft und Mikrofinanz: Durch bessere landwirtschaftliche Methoden, Kleingewerbeförderung, Spargruppen und Mikrokrediten wird den Familien eine solide Lebensgrundlage ermöglicht.
  • Patenschaftsprogramm: Kinder aus den ärmsten Familien werden von einheimischen World Vision-Mitarbeitern regelmässig besucht, um zu sehen, wie sie sich entwickeln und wo sie und ihre Familien Unterstützung brauchen. Das reicht von Schulmaterial und regelmässiger medizinischer Vorsorgeuntersuchung bis zu Gesprächen mit den Eltern, wie sie ihre Kinder besser erziehen und fördern können.

Fortschritte 2010/11

Gesundheit und Ernährung

In neun Dörfern wurden Brunnen für die Trinkwasserversorgung gebohrt und mit Handpumpen versehen. Elf Personen wurden geschult, wie sie der Bevölkerung helfen können, Erkrankungen wegen schlechter Wasserqualität oder mangelnder Hygiene zu vermeiden. 32 Maurer wurden ausgebildet Latrinen zu erstellen, um Krankheiten zu vermeiden.

Schule und Bildung

In einem Dorf im Bezirk Nanekebougou wurde ein Schulhausblock mit drei Klassenzimmern, einem Büro und sechs Latrinen errichtet. Um dazu beizutragen, dass die Unterrichtsqualität verbessert wird, führte World Vision in Zusammenarbeit mit den Bildungsbehörden 30 Primarlehrer in Unterrichtsdidaktik und Kinderrechte ein. Der Kindergarten in Neguela erhielt geeignete Möbel, Spielsachen und sanitäre Einrichtungen.