World Vision
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Kampena

World Vision ist seit 1996 in Kampena aktiv und hat seither gemeinsam mit den Menschen viel erreicht: So gehen 69 Prozent der Kinder jetzt zur Schule.

Rund 450 Kilomter östlich der Hauptstadt Bamako an der Grenze zu Burkina Faso liegt der Bezirk Tominian in einer sandigen und wenig fruchtbaren Savannenebene mit einzelnen grossen Bäumen. Es regnet nur 500 bis 700 Millimeter pro Jahr, während acht Monaten regnet es gar nicht. In der Schweiz gibt es durchschnittlich 1400 mm Niederschläge pro Jahr.

Ein Grossteil der Bevölkerung lebt in traditionellen Dörfern mit 100 bis 3'000 Einwohnern. Ein Haushalt umfasst durchschnittlich 13 Personen. Sie bauen Hirse, Bohnen, Reis , Zwiebeln, Erdnüsse, Sesam und Paprika an.

World Vision führt nordöstlich von Tominian seit 1996 Patenschaftsprojekt Kampena in 89 Dörfern durch und erreicht so rund 50‘000 Menschen. Da das Projket demnächst endet, sind noch 560 Kinder aus den ärmsten Familien in das Patenschaftsprogramm integriert. Sie profitieren zusammen mit ihren Familien und der Dorfgemeinschaft von den Projektaktivitäten. In den nächsten Jahren geht es darum, geeignete Personen und Organisationen zu finden und zu schulen, die in der Lage sind, die Projektaktivitäten zur weiteren Entwicklung der Region selbstständig weiterzuführen.

World Vision engagiert sich in folgenden Bereichen

  • Schule und Bildung: Den Zugang zur Schule und die Unterrichtsqualität verbessern, Alphabetisierungskurse und Berufsausbildungen für Jugendliche und Erwachsene.
  • Gesundheit und Ernährung: Vor allem für Kinder und Mütter, um die Kinder- und Müttersterblichkeit zu verringern und Mangelernährung zu vermeiden. Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser in der Nähe von Dörfern, Schulen und Gesundheitsstationen sicherstellen, adäquate sanitäre Einrichtungen erstellen und die Menschen in diesen Bereichen schulen.
  • Landwirtschaft und Mikrofinanz: Durch bessere landwirtschaftliche Methoden, Kleingewerbeförderung, Spargruppen und Mikrokrediten wird den Familien eine solide Lebensgrundlage ermöglicht.
  • Patenschaftsprogramm: Kinder aus den ärmsten Familien werden von einheimischen World Vision-Mitarbeitern regelmässig besucht, um zu sehen, wie sie sich entwickeln und wo sie und ihre Familien Unterstützung brauchen. Das reicht von Schulmaterial und regelmässiger medizinischer Vorsorgeuntersuchung bis zu Gesprächen mit den Eltern, wie sie ihre Kinder besser erziehen und fördern können.

Fortschritte 2010/11

Schule und Bildung

Das Ziel ist, dass Jungen und Mädchen die Schule besuchen und eine angemessene Schulbildung erhalten. Jetzt schicken 69 Prozent der Haushalte ihre Kinder im schulfähigen Alter in die Schule.

Die von den Dorfgemeinschaften eingesetzten Schulpflegen machen ihre Arbeit sehr gut und können die Eltern überzeugen, wie wichtig der Schulbesuch ist.

Für die Jugendlichen und Erwachsenen führt World Vision Alphabetisierungskurse durch. Jetzt kann in jedem sechsten Haushalt eine Frau lesen und schreiben, und in jedem dritten Haushalt ist ein Jugendlicher, der lesen und schreiben kann.

Gesundheit und Ernährung

53 Prozent der Haushalte haben Zugang zu sauberem Trinkwasser, das sie von Brunnen in ihrer Nähe holen. Das hilft mit, viele Krankheiten wie Durchfall zu vermeiden, die für Kinder leicht tödlich sein können.

In fast der Hälfte der Haushalte hat mindestens ein Familienmitglied Kurse über Gesundheit besucht und kann den anderen Mitgliedern das Wissen weitervermitteln.

Ein Grossteil der Frauen besucht jetzt Schwangerschaftskurse und vorgeburtliche Untersuchungen, so dass viele Komplikationen vermieden oder rechtzeitig erkannt werden können. Auch die Kinder sind sichtlich besser ernährt als früher.

Landwirtschaft und Mikrofinanz

World Vision unterstützt Bauern, dass sie bessere Ernten erreichen können und so auch für die trockene Jahreszeit genügend Lebensmittel haben. 35 Bauern, darunter sieben Frauen, besuchten einen Kurs, wie sie den Ackerboden verbessern können. Den Frauen, die eine Möglichkeit suchen, Geld zu verdienen, hilft World Vision mit Schulungen, Spargruppen und Mikrokrediten. Derzeit sind fast 1'000 Frauen und über 350 Männer in das Spar- und Mikrokreditprogramm involviert.