Um Krankheiten zu vermeiden, ist Hygiene wichtig. Das wissen jetzt auch die Menschen im Projekt Diago, die von World Vision zum Thema geschult wurden.
Rund 20 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Bamako liegt der Distrikt Kati in Savannengebiet. Die Menschen leben von der Landwirtschaft und bauen Hirse, Mais, Erdnüsse, Reis an und halten Vieh.
Da in der Trockenzeit die Flüsse und Teiche austrocknen erhalten die Tiere nicht genug zu trinken. Das Grundwasser wird aus manuell gegrabenen Brunnen geschöpft. Auch sie trocknen in der Trockenzeit nach vier bis fünf Monaten aus. Die Erntevorräte reichen vielleicht fünf Monate in die achtmonatige Trockenzeit hinein. Nur 20 Prozent der Haushalte haben Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Im Jahr 2009 lancierte World Vision im östlichen Distriktteil in Zusammenarbeit mit lokalen Basisorganisationen das Patenschaftsprojekt Diago. Schon in den Jahren vorher war World Vision in Kontakt mit lokalen Leitern und erstellte ein Assessment über die aktuelle Situation und die Probleme der Region.
21‘600 Menschen leben im Projektgebiet. Unter ihnen sind viele Behinderte, auch Kinder. Es gibt zehn Schulen und zwei Gesundheitsstationen. World Vision würde in den nächsten Jahren gerne 2'000 Kinder aus den ärmsten Familien in das Patenschaftsprogramm aufnehmen, so dass sie und ihre Familien betreut und unterstützt werden können. Heute sind 370 Kinder im Patenschaftprogramm. Durch die Projektaktivitäten profitieren ganze Dorfgemeinschaften.
World Vision engagiert sich in folgenden Bereichen
- Schule und Bildung: Den Zugang zur Schule und die Unterrichtsqualität verbessern, Alphabetisierungskurse und Berufsausbildungen für Jugendliche und Erwachsene.
- Gesundheit und Ernährung: Vor allem für Kinder und Mütter, um die Kinder- und Müttersterblichkeit zu verringern und Mangelernährung zu vermeiden. Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser in der Nähe von Dörfern, Schulen und Gesundheitsstationen sicherstellen, adäquate sanitäre Einrichtungen erstellen und die Menschen in diesen Bereichen schulen.
- Landwirtschaft und Mikrofinanz: Durch bessere landwirtschaftliche Methoden, Kleingewerbeförderung, Spargruppen und Mikrokrediten wird den Familien eine solide Lebensgrundlage ermöglicht.
- Patenschaftsprogramm: Kinder aus den ärmsten Familien werden von einheimischen World Vision-Mitarbeitern regelmässig besucht, um zu sehen, wie sie sich entwickeln und wo sie und ihre Familien Unterstützung brauchen. Das reicht von Schulmaterial und regelmässiger medizinischer Vorsorgeuntersuchung bis zu Gesprächen mit den Eltern, wie sie ihre Kinder besser erziehen und fördern können.
Fortschritte 2010/11
Schule und Bildung
Zehn Schulhäuser erhielten Möbel und Schulmaterial. Auch Sportmaterial wie Fuss- und Volleybälle wurde für zehn Schulen beschafft, damit die Kinder ganzheitlicher gefördert werden können.
12 Personen wurden geschult, wie sie Alphabetisierungskurse durchführen können. Sechs Dörfer bekamen eingerichtete Schulungsräume und Kursmaterial für diese Kurse.
Gesundheit und Ernährung
In fünf Dörfern wurden Komitees geschult und eingesetzt, wie sie die Bevölkerung in Hygiene schulen und anleiten können. In zehn Schulen wurden die Kinder geschult, wie sie durch richtige Hygiene Augenkrankheiten wie Trachom und andere Krankheiten vermeiden können. Einige Kinder, die bisher barfuss in die Schule gekommen waren, erhielten Schuhe, um sie vor Verletzungen und Krankheiten zu schützen.
Um die Haushalte besser mit sauberem Trinkwasser versorgen zu können, wurde zusammen mit lokalen Leitern eine geologische Untersuchung gemacht, wo geeignete Bohrstellen für Brunnen sind.


