World Vision
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Imereti

Gesundheitsvorsorge und Aufklärung werden in der letzten Zeit in Imereti gross geschrieben. Wie eine gesunde Ernährung dabei helfen kann, erklärte World Vision den Menschen.

Zwischen Tiflis und dem Schwarzen Meer befindet sich die Region Imeretien mit 700‘000 Einwohnern. Von den zwölf Regionen Georgiens, ist Imeretien die ärmste. Viele Erwachsene sind auf der Suche nach Arbeit ausgewandert.

Den zurückgebliebenen Familien gelingt es nur zum Teil, sich ausreichend selbst zu versorgen, obwohl sie alle etwas Landwirtschaft betreiben. Rund 20 Prozent der Haushalte, die durchschnittlich gut drei Personen umfassen, leben in grosser Armut.

Viele Familien leiden im Winter in ihren schlecht heizbaren Häusern. Es gibt zwar viel Wasser, aber als Folge vernachlässigter Wassersysteme ist das Wasser für viele Haushalte entweder gar nicht verfügbar oder es ist verunreinigt. Krankheiten und sogar Epidemien sind die Folge.

Im Jahr 2008 lancierte World Vision in Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung, Behörden und Organisationen das Patenschaftsprojekt Imereti in den zwei ländlichen Bezirken Baghdati und Zestafoni. 620 Kinder aus den ärmsten Familien konnten schon in das Patenschaftsprogramm aufgenommen werden. 

World Vision setzt sich in den folgenden Bereichen ein

  • Gesundheit und Ernährung: Der Gesundheitszustand der Kinder und ihrer Familien soll durch Sensibilisierungskampagnen, Schulungen, Gesundheitsstationen und Bilden von Interessengruppen verbessert werden.
  • Schule und Bildung: den Kindern einen guten Schulunterricht ermöglichen und sie befähigen, aktiv an der Entwicklung ihres Umfeldes mitzuwirken.
  • Verbessern der Lebensgrundlage: Risikokarten und Massnahmenpläne erstellen, um Katastrophen vorzubeugen.
  • Patenschaftsprogramm: Kinder aus den ärmsten Familien werden von einheimischen World Vision-Mitarbeitern regelmässig besucht, um zu sehen, wie sie sich entwickeln und wo sie und ihre Familien Unterstützung brauchen. Das reicht von Schulmaterial und regelmässiger medizinischer Vorsorgeuntersuchung bis zu Gesprächen mit den Eltern, wie sie ihre Kinder besser erziehen und fördern können.

Fortschritte 2010/11

Schule und Bildung

Die in den Dörfern gebildeten Interessengruppen setzen sich für eine Verbesserung der Schulen ein. Kurse in Projektplanung und Budgetierung helfen ihnen, die angestrebten Veränderungen zu erreichen.

Im letzten Winter besuchten 33 Gruppenmitglieder die Kurse. Auch die Seminare zu den Rechten der Kinder und zur Gewaltprävention wurden von Schülern, Eltern und Lehrern rege besucht. Im Rahmen der Freizeitbeschäftigungen konnten 47 Kinderclubs für verschiedene Interessen gebildet werden, in denen 640 Kinder mitmachen. In diesem Rahmen entstanden in Zusammenarbeit mit der lokalen Kirche auch drei Sonntagsschulen für 455 Kinder.

Gesundheit und Ernährung

Viele Menschen in der Region wissen nur wenig über einen gesunden Lebensstil und wie man Krankheiten vermeiden kann. Um den Gesundheitszustand von Kindern und Familien zu verbessern, führt World Vision in Zusammenarbeit mit einer lokalen Gesundheitsorganisation Sensibilisierungskampagnen durch.

In sieben Dörfern konnten Gesundheitshelfer ausgebildet und eingesetzt werden, die die Bevölkerung schulen gesund zu leben und Krankheiten vorzubeugen. Sieben einfache Gesundheitsstationen erhielten eine Grundausrüstung und Informationsbroschüren, die sie verteilen können. 13 Schulen und zehn Kindergärten erhielten Erste Hilfe Material und Schulungen für die richtige Anwendung.

Not- und Katastrophenhilfe

Da Natur- und Menschen gemachte Katastrophen immer wieder die Lebensgrundlage der Bevölkerung bedrohen oder zerstören, hilft World Vision den Gemeinden, Risikokarten und Massnahmenpläne zu erstellen. Letzten Winter konnten neun Gemeinden im Bezirk Baghdati dies erfolgreich tun, auch erhielten die Gemeindeverantwortlichen Schulungen in Krisenmanagement für Notfälle.