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Dominikanische Republik - Touristenparadies mit Schattenseiten

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Hinter den Kulissen des beliebten Reiselandes herrscht bittere Armut. Arbeits- und Perspektivlosigkeit sind an der Tagesordnung.

Die Dominikanische Republik liegt auf den Grossen Antillen, einem Inselbogen zwischen Atlantik und Karibik. Die Republik teilt sich die Insel Hispaniola mit Haiti, dem kleineren Nachbarn im Westen. Tropisches Klima und fruchtbare Böden haben in dem bergigen Land eine reichhaltige Pflanzenwelt entstehen lassen. Dank der schönen Landschaft und den traumhaften Sandstränden hat sich der Tourismus zur Haupteinnahmequelle entwickelt.

Nicht genug zum Leben

Viele Menschen in der Dominikanischen Republik haben keine feste Arbeitsstelle und verdienen nicht genug, um für sich und ihre Familien zu sorgen. Gerade in den ärmeren Quartieren in der Agglomeration der Hauptstadt Santo Domingo lebt fast die Hälfte der Menschen von weniger als 1.25 Dollar pro Tag, der internationalen Armutsgrenze.

Ohne Bildung kein Ausweg aus der Armut

Wer Geld verdient, schickt seine Kinder in eine Privatschule, da die staatlichen Schulen keinen guten Ruf haben. Arme Familien sind jedoch auf die staatlichen Schulen angewiesen. Doch gerade in den schnell entstandenen, zum Teil inoffiziellen Siedlungen am Stadtrand gibt es kaum öffentliche Schulen. Und wenn, dann sind sie oft in einem schlechten Zustand, und die Lehrer sind magelhaft ausgebildet. Viele Kinder gehen darum gar nicht in die Schule oder brechen sie vorzeitig ab.

Gesundheit – ein kostbares Gut

Die staatlichen Gesundheitszentren und Spitäler liegen oft recht weit weg von den Wohnquartieren der ärmeren Bevölkerung. Mangelndes Wissen über Hygiene und Prävention tragen zu einem schlechten Gesundheitszustand bei. Durchfalls- und Atemwegserkrankungen sind sehr häufig. HIV und Aids ist auf dem Vormarsch. Die Trinkwasserversorgung ist prekär. Vielfach muss das Wasser zu den Häusern getragen werden. Es gibt keine geregelte Abfallentsorgung, was die Verbreitung von Krankheiten fördert.

Gewalt anstatt Schutz und Geborgenheit

Da viele Eltern mit der Lebenssituation überfordert sind und auch wenig über moderne Erziehungsmethoden und die Rechte der Kinder wissen, leiden viele Kinder unter häuslicher Gewalt und Missbrauch. Die weit verbreitete Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen trägt zu einer hohen Jugendkriminalität bei. Drogenhandel, Gewalt und Verbrechen sind an der Tagesordnung. Viele sind Mitglied einer Bande. Ein Ausstieg ist sehr riskant und wird vielfach mit dem Leben bezahlt.

World Vision unterstützt die Patenschaftsprojekte Canaan und El Pino in der Dominikanischen Republik.

Projektschwerpunkte

  • Gesundheit und Ernährung
  • Schule und Bildung
  • Landwirtschaft und Mikrofinanz
  • Menschen- und Kinderrechte
  • Patenschaftsprogramm: Kinder aus den ärmsten Familien werden von einheimischen World Vision-Mitarbeitern regelmässig besucht und unterstützt

Länder im Vergleich

*UN Entwicklungsindikator für Länder    
  Dominikanische Republik Schweiz
Bevölkerung unter 15 Jahren 25.9% 15.2 %
Kinder pro Frau 2.44 1.46
Ärzte pro 100‘000 Einwohner 188 360
Lebenserwartung 77.31 Jahre 81 Jahre
Müttersterblichkeit auf 100‘000 Geburten 100 10
Kindersterblichkeit vor 5. Lebensjahr (von 1'000) 32 4
Säuglingssterblichkeit (von 1'000) 27 4
Analphabeten über 15 Jahren 13% 1%
Human Development Index* (von 169) Rang 88 Rang 13

Dominikanische Republik in Zahlen

Hauptstadt Santo Domingo
Fläche 48‘640km2 (CH 41‘285 km2)
Einwohner 9.9 Mio. (CH 7.87 Mio.)
Sprachen Spanisch
Religionen Römisch-Katholisch 95%
Exportgüter Nickel, Zucker, Melasse, Kaffee, Kakao, Gold, Silber, Tourismus
Grösste Herausforderungen Armut, Krankheiten, mangelnde Bildung, Kriminalität und häusliche Gewalt
World Vision in der Dominikanischen Republik seit 1989
Projekte Patenschaftsprojekte Canaan und El Pino


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