In den letzten fünf Jahren sind immer weniger Kinder in Layme Puraca mangelernährt. Ein Erfolg, der dank Aufklärung und besserer Anbaumethoden verbucht werden konnte.
Der Bezirk Uncía liegt südlich von Llallagua im kargen Hochland Boliviens auf einer Höhe von 3'800 Metern ü.M. Die Bevölkerung lebt hauptsächlich von Ackerbau und etwas Viehwirtschaft, sie halten vor allem Lamas, Alpakas und Schafe. Allerdings sind die Einkünfte aus der Landwirtschaft so gering, dass es kaum zum Leben reicht.
Unsauberes Trinkwasser und unhygienische Lebensbedingungen machen die Menschen anfällig für verschiedene Krankheiten. Ein Grossteil der Bevölkerung sind Analphabeten, viele Kinder gehen gar nicht oder nur wenige Jahre in die Schule. Viele Männer wandern auf der Suche nach Arbeit in die Städte ab.
1997 startete World Vision in Zusammenarbeit mit lokalen Entwicklungskomitees das Patenschaftsprojekt Layme Puraca. 53 Dörfer liegen im Einzugsbereich des Projektes. Rund 1'300 Kinder aus den ärmsten Familien sind zurzeit im Patenschaftsprogramm integriert. Etwa 9'000 Menschen können von den Projektaktivitäten profitieren.
World Vision setzt sich in folgenden Bereichen ein
- Gesundheit und Ernährung: Vor allem für Kinder und Mütter, HIV und Aids-Prävention.
- Schule und Bildung: Schulbesuch und Ausbildungsprogramme.
- Landwirtschaft und Mikrofinanz: Einkommensförderung, Landwirtschaft, Förderung geeigneter Institutionen.
- Menschen- und Kinderrechte: Gleichberechtigung von Frauen und Männern, Kinderrechte.
- Not- und Katastrophenhilfe: Nothilfe, vorbeugende Massnahmen.
- Patenschaftsprogramm: Kinder aus den ärmsten Familien werden von einheimischen World Vision-Mitarbeitern regelmässig besucht, um zu sehen, wie sie sich entwickeln und wo sie und ihre Familien Unterstützung brauchen. Das reicht von Schulmaterial und regelmässiger medizinischer Vorsorgeuntersuchung bis zu Gesprächen mit den Eltern, wie sie ihre Kinder besser erziehen und fördern können.
Fortschritte 2010/11
Gesundheit und Ernährung
Um die Mangelernährung bei Kindern zu senken, sind Eltern über alles Wichtige zum Thema gesunde Ernährung geschult worden und lernten bessere Anbaumethoden kennen, um ihre Erträge zu steigern.
In den letzten fünf Jahren sank die Rate der mangelernährten Kinder unter fünf Jahren von 54 auf 39 Prozent.
World Vision ging mit dem nationalen Ernährungsprogramm und den Gesundheitszentren im Projektgebiet Partnerschaften ein, die sicherstellen, dass die Kinder auch nach Projektende betreut werden.
Menschen- und Kinderrechte
Die Förderung der Kinderrechte hat dazu beigetragen, dass Netzwerke entstanden sind, die sich in ihren Gemeinden bei den Behörden und lokalen Leitern für Kinderschutz einsetzen.


