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Bolivien - armes reiches Land

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Bolivien - reich an Bodenschätzen, arm an Bildung und Infrastruktur. Mit vier Patenschaftsprojekten ist World Vision seit 1981 vor Ort, um die Menschen zu unterstützen.

Zwischen Pazifik und den tropisch-heissen Regenwäldern an der Grenze zu Brasilien erheben sich in den Anden schneebedeckte Gipfel bis zu 6500 Metern Höhe. Daneben erstrecken sich weite Buschsavannen ebenso wie ein besiedeltes zentrales Hochland mit angenehmen Temperaturen.

Nicht nur die grosse landschaftliche und klimatische Vielfalt prägt Bolivien, sondern auch sein beachtlicher Reichtum an Bodenschätzen: Hier liegen Gold, Silber, Platin und Zinn, das zweitgrösste Erdölvorkommen Lateinamerikas und bedeutende Erdgasreserven. Zusammen bilden sie ein wertvolles Reservoir, aus dem das Land zum Nutzen aller schöpfen könnte – aber der Weg dorthin ist noch lang.

Der lange Weg zur Ruhe

1538 eroberten die Spanier das Inka-Reich (Hochperu) zu dem das heutige Bolivien gehört. Damit begann die Ausbeutung der Ureinwohner in der Hoffnung auf Gold und Reichtum. Die Unabhängigkeit 1825 unter dem ersten Präsidenten Simon Bolivar brachte keinen sozialen Frieden. Aufstände, Putsche und Diktaturen lösten sich weiterhin ab. Erst seit 1982 hat das Land wieder einen gewählten Präsidenten. Aber der Prozess der Stabilisierung braucht noch Zeit.

Wasser und Gesundheit

Wasser-, Energieversorgung und folglich die Hygiene- und Gesundheitssituation sind weitest gehend unzulänglich. Bis zu 20 Personen leben in provisorischen Ein-Raum-Hütten. Unsauberes Trinkwasser aus dem Brunnen, fehlendes Wissen über Hygiene und Gesundheit sowie eine kaum vorhandene medizinische Versorgung, sind Ursachen der schlechten Gesundheitssituation. Rund die Hälfte der Kinder unter fünf Jahren sind mangelernährt.

Problem Arbeitsmarkt

In Bolivien gibt es keine ausreichend grosse verarbeitende Industrie und auf breiter Front fehlen Arbeitsplätze – allerdings auch die Bildung dazu sowie entsprechende Fachkräfte. Meist wird der Eigenbedarf auf kleinsten Parzellen erwirtschaftet, die kaum eine grosse Familien ernährt. Kleine Tagelöhne- oder handwerkliche Arbeiten bieten ein karges Zubrot.

Keine Entwicklung ohne Bildung

Nur 70 Prozent der Kinder besuchen derzeit eine Schule. Schulmaterial und Schuluniformen sind jedoch sehr teuer und Angebote zur beruflichen Bildung und qualifizierte Lehrer fehlen.

World Vision unterstützt die Patenschaftsprojekte Chayantaka, Layme Puraca, Qaqachakas und Sumaj Muju in Bolivien sowie ein Schwerpunktprojekt zur Vergabe von Mikrokrediten.

Projektschwerpunkte

  • Gesundheit und Ernährung
  • Landwirtschaft und Mikrofinanz
  • Menschen- und Kinderrechte
  • Not- und Katastrophenhilfe
  • Patenschaftsprogramm: Kinder aus den ärmsten Familien werden von einheimischen World Vision-Mitarbeitern regelmässig besucht und unterstützt

Länder im Verleich

*UN Wohlstandsindikator für Länder    
Bevölkerung unter 15 Jahren 34.6% 15.2%
Kinder pro Frau 3 1.46
Ärzte pro 100‘000 Einwohner 122 360
Lebenserwartung 67.6 Jahre 81 Jahre
Müttersterblichkeit auf 100‘000 Geburten 180 10
Kindersterblichkeit vor 5. Lebensjahr (von 1000) 51 4
Säuglingssterblichkeit (von 1000) 40 4
Analphabeten über 15 Jahren 13.3% 1%
Human Development Index* (von 169) Rang 95 Rang 13

Bolivien in Zahlen

Hauptstadt Sucre, Regierungssitz La Paz
Fläche 1‘098‘581 km2 (CH 41‘285 km2)
Einwohner 10.12 Mio. (CH 7.87 Mio.)
Sprachen Spanisch (Amtssprache), Ketschua, Aikmara, Guaraní, andere
Religionen Römisch-Katholisch 95%, Evangelisch 5%
Exportgüter Kleider und Stoffe (75%), Leder, Fisch und Meeresfrüchte
Grösste Herausforderungen Mangelernährung, Krankheiten, mangelnde Bildung, Überschwemmungen
World Vision in Bolivien seit 1981
Projekte Patenschaftsprojekte Chayantaka, Layme Puraca, Qaqachakas, Sumaj Muju, Schwerpunktprojekt zur Vergabe von Mikrokrediten


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