World Vision
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Schüler helfen Schülern

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World Vision-Mitarbeiterin Eva Eggenberger hat die Kinder in Imereti besucht und geschaut, was aus der Spende geworden ist.

Mit strahlenden Augen schauen die acht Grundschüler zu Eva Eggenberger auf. Besuch aus der Schweiz, das kommt nicht alle Tage vor und nun steht die junge Frau in der der beigen World Vision-Weste vor ihnen. Lächelnd hält sie ein buntes Kinderbild in die Höhe und erklärt, wer es gemalt hat und welche Grüsse der kleine Künstler ins ferne Georgien sendet.

Herzliche Bildergrüsse aus der Schweiz

Die Bilder gemalt und mit einem Foto von sich nach Georgien „geschickt“ haben die Schüler der 4. Primarschulklasse in Niederwil. Und nicht nur dass, die Schweizer Grundschüler haben auch dafür gesorgt, dass für die Jungen und Mädchen in Imereti jetzt neue Tische und Stühle im Klassenraum stehen.

Initiiert von ihrer Lehrerin organisierten sie zu Weihnachten letzten Jahres einen kleinen Schul-Weihnachtsmarkt, auf dem sie zuvor im Unterricht gefertigte Handarbeiten an Eltern, Lehrer und andere Schüler verkauften. Mit Erfolg: 450 Franken kamen durch den Verkauf zusammen, die sie World Vision spendeten. Einzige Auflage: Das Geld sollte anderen Kindern beim Lernen helfen, also an eine Schule gehen.

Gesagt, getan. Seit März sind die neuen Möbel im Einsatz und werden von den Kindern fleissig genutzt. „Endlich knarrt und wackelt es nicht mehr beim Lesen oder Schreiben“, weiss Eva Eggenberger. „Es ist deutlich zu sehen, wie viel Spass die Kinder jetzt beim Lernen haben.“ Motivation, die die Mädchen und Jungen dringend brauchen, denn auch in ihrem Schulhaus ist die bittere Armut die im Land herrscht spürbar. Abbröckelnder Putz, undichte Fenster und im Winter heizt nur ein kleiner Holzofen die Klassenzimmer.

Trotzdem sind sie stolz die Schule besuchen zu können, denn rund elf Prozent der schulfähigen Kinder müssen diese vor der Sekundarstufe verlassen, um durch Arbeit ihre Familien finanziell zu unterstützen. Kein Wunder, bei einem durchschnittlichen Monatseinkommen von 30 bis 50 Franken pro Bewohner.

Kinder und Jugendförderung für eine bessere Zukunft

Um das zu verhindern, engagiert sich World Vision seit drei Jahren im Westen des Landes mit dem Regionale Entwicklungsprojekt Imereti und unterstützt auf diesem Wege 39‘000 Menschen, darunter 3‘000 Patenkinder. World Vision verbessert die Lern- und Ausbildungsbedingungen für Kinder und Jugendliche indem unter anderem die schulische Infrastruktur gestärkt, Lehrkräfte aus- und weitergebildet und Kinder aktiv beim Lernen fördert werden.

„In dieser Schule wurden schon teilweise neue Fenster eingebaut und die Kinder haben einen Schulklub gegründet, um eigene Förderprojekte zu initiieren“, sagt Eva Eggenberger. „Wenn die Kinder unterstützt werden, bewegt sich viel.“ Und so haben sich die Kids aus dem 4‘000 Kilometer weit entfernten Georgien auch bei ihren Freunden aus der Schweiz für deren Unterstützung via Videobotschaft bedankt. „Danke für die Hilfe. Ihr seid unsere Freunde“, heisst es in dem Film, den Eva Eggenberger nach ihrer Reise gerne nach Niederwil geschickt hat.