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Neue Perspektiven für die Erdbebenopfer

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Mehr als ein halbes Jahr ist seit der verheerenden Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan vergangen. Heute steht der Wiederaufbau im Fokus.

Vor einem halben Jahr veränderte die Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe das Leben von Millionen von Menschen in und ausserhalb Japans. Rund 16‘000 Menschen kamen offiziellen Angaben zufolge durch die Zerstörungen ums Leben, rund eine halbe Millionen Menschen verloren ihr Zuhause.

Noch heute leben mehr als 10‘000 Menschen in provisorischen Notlagern und sind auf Hilfe angewiesen. Trotzdem hat sich in den ersten Monaten nach der Katastrophe vieles getan, wobei World Vision vor allem die Bedürfnisse der Schwächsten, allen voran der Kinder in den Mittelpunkt gerückt hat.

Hilfsmassnahmen der ersten 6 Monate

So konnten Kinder in den stark betroffenen Regionen Miyagi und Iwate Prefectur sieben Betreuungszentren besuchen und so professionell betreut, spielerisch ihre Erlebnisse aufarbeiten. Gut 1‘000 Schulkinder unterstützt World Vision ausserdem mit einem besonderen Schulverpflegungsprogramm. Dazu sind noch drei Schulbusse im Einsatz, die die Kinder aus den Notlagern zur Schule und wieder zurück fahren. Alle Massnahmen sollen den Kindern und ihren Familien ein Stück Normalität zurückgeben und ihnen beim Wiederaufbau helfen.

Daneben haben mehr als 68‘000 Menschen u.a. Lebensmittel, Trinkwasser, Decken und Kleidung erhalten. In sechs Gemeindeküchen gab es für die Überlebenden zusätzliche Lebensmittel. Insgesamt sind mehr als 15‘000 warme Mahlzeiten verteilt worden. Elektrogeräte wie Waschmaschinen, Reiskocher, Kühlschränke und Staubsauger stehen zur gemeinsamen Nutzung in den Evakuierungszentren bereit.

Wiederaufbau steht im Fokus

Für World Vision beginnt nach einem halben Jahr die zweite Phase der Nothilfe, bei der verstärkt der Wiederaufbau im Fokus stehen wird. Konzentriert wird sich vor allem auf infrastrukturelle Massnahmen in den Gemeinden und Notlagern. Dort werden in den nächsten Monaten u.a. neue Solaranlagen installiert, die Wasserversorgung gesichert oder die Fischindustrie wiederbelebt. In einem Betreuungszentrum finden Kinder auch weiterhin eine sichere Anlaufstelle. Dazu erhalten sie Schulmaterialien und dank mobiler Klassenzimmer, die Chance zur Schule zu gehen.

Bis Ende Juni 2012 sollen insgesamt 100‘000 Menschen von allen Massnahmen des Hilfswerk profitieren.

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