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Dürrekatastrophe: Millionen Menschen leiden

Rund 13,5 Mio. Menschen sind von der Dürre am Horn von Afrika betroffen. World Vision hilft den Menschen vor Ort und versorgt zehntausende von Flüchtlingen.

Von der Dürrekatastrophe am Horn von Afrika sind rund 13,5 Millionen Menschen betroffen. Das ist gut zwei Mal die Schweizer Bevölkerung. In einigen Regionen Äthiopiens, Kenias und Somalias gab es in den vergangenen Wochen viel Regen, der einerseits dazu führte, dass die Weideflächen wieder grün wurden und Kühe und Ziegen wieder Futter finden konnten. Andererseits aber mussten in Kenia alleine 80 000 Menschen evakuiert werden wegen Überschwemmungen.

Es dauert noch einige Monate, bis die Bauern, die während der Dürre und dem Nahrungsmittelengpass ihr Saatgut nicht aufgegessen haben, wieder ernten können. Überschwemmungen und danach völlig aufgeweichte Transportwege erschweren den Transport von Hilfsgütern, da die Lastwagen auf den Wegen im Morast steckenbleiben. Dies bedeutet, dass Hilfslieferungen verspätet verfrachtet werden oder dass Helfer vor Ort manchmal bis zu drei Tagen mit dem Lastwagen unterwegs sind, um Hilfsmittel zu den Menschen in entlegene Gegenden zu bringen.

Kritische Sicherheitslage in Süd-Somalia fordert die Akteure

Ein grosses Problem sind auch die Sicherheitslage und die Kämpfe in Süd-Somalia, die es vielen Hilfsorganisationen unmöglich macht, die Menschen in diesen Regionen zu versorgen. „Somalia kann auf Dauer nur geholfen werden, wenn die Weltgemeinschaft es schafft, für Frieden zu sorgen und dazu müssen alle an dem Konflikt beteiligten Parteien an entsprechenden Gesprächen beteiligt werden“, erklärt Ekkehard Forberg, Experte für Friedensförderung bei World Vision. „Das Land befindet sich an einem äusserst kritischen Punkt. Falls wir unsere Anstrengungen nicht verstärken, könnte sich im nächsten Jahr die Lage dramatisch verschärfen.“

Konkrete Hilfe der letzten Wochen:

  • Rund 68'000 Menschen in Kenia, Äthiopien und Tansania haben Nahrungsmittelhilfe erhalten.
  • Über 6'600 Personen in Äthiopien und Somalia wurden in Gesundheitszentren auf Mangelernährung untersucht und haben Ergänzungsnahrung und medizinische Hilfe erhalten.
  • 8'000 Menschen in Kenia wurden mit Trinkwasser versorgt
  • Über 10'000 Menschen in Flüchtlingslagern in Äthiopien und Somalia haben von sanitären und Hygienemassnahmen profitieren können.
  • Über 9'000 Menschen erhielten in einem 'Cash for Work'-Projekt eine Beschäftigung, wie z.B. die Verteilung von Saatgut in Somalia.
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