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Umfrage Gotte und Götti: Romands sind pflichtbewusster

12.05.10 08:38

Freude und Glück sind die wichtigsten Gefühle, die eine Patenschaftsanfrage auslöst, so das Resultat einer repräsentativen Umfrage von gfs Zürich und World Vision Schweiz. Die Schweizer nehmen ihre Pflichten als Gotte und Götti ernst: 51 Prozent verbinden damit bestimmte Aufgaben wie die Eltern zu entlasten oder dem Kind beratend zu Seite zu stehen. Eine Diskrepanz gibt es zwischen der Deutschschweiz und der Romandie: In der Westschweiz gibt es nur Wenige, die mit der Patenschaft keine Verantwor-tung sehen, in der Deutschschweiz sind es 18 Prozent.

Traditionell werden mit einer Patenschaft bestimmte Aufgaben verbunden, so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von gfs-Zürich und World Vision Schweiz. Für 51 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer ist denn auch eine Patenschaft mehr als nur ein symbolischer Akt: Gut ein Drittel der Befragten denken, dass Gotten und Götti schon von der Geburt an eine aktive Rolle einnehmen sollten, in dem sie dem Kind Lebenshilfe anbieten, das Kind regelmässig sehen oder sogar die Eltern entlasten. Immerhin 15 Prozent sehen ihre Aufgabe auch darin, für die Eltern einzuspringen, wenn diese sterben sollten.

Zwischen Theorie und Praxis gibt es keine Diskrepanz: 56 Prozent der Patinnen kontaktieren ihr Kind regelmässig, vier bis sechs Mal pro Jahr, 16 Prozent sogar wöchentlich. Knapp Dreiviertel der Befragten fühlen sich für das Wohlbefinden und die Entwicklung des Kindes mitverantwortlich, 18 Prozent tragen auch finanzielle Mitverantwortung – wobei es in der Romandie unter den Befragten nur Vereinzelte gibt, die mit der Patenschaft keine Verantwortung gegenüber dem Kind sehen, in der Deutschschweiz sind es mit 18 Prozent fast jeder Fünfte.

Freude und Glück sind die häufigsten Gefühle, wenn jemand für die Übernahme einer Patenschaft angefragt wird, an zweiter Stelle wird Stolz genannt. Zwei Drittel der Befragten, vor allem Frauen, kinderlose und junge Menschen freuen sich über die Anfrage; besonders die Romands und die Altersgruppe der 25-44 jährigen sind auch stolz auf ihr Gotte- bzw. Göttiämtli.

Gotte-/Götti-Tradition weit verbreitet
73 Prozent der über 25-Jährigen in der Schweiz haben ein Patenkind, dabei gibt es keine regionalen Unterschiede zwischen der Romandie und der Deutschschweiz. 68 Prozent der Frauen sind Gotti, 68 Prozent der Männer Götti. Karitative Patenschaften in Entwicklungsländern finden 60 Prozent der Befragten sinnvoll, 25 Prozent sind gegenteiliger Meinung. Tatsächlich unterstützen 15 Prozent auch ein Kind mit einer Patenschaft in einem Entwicklungsland.

Anmerkungen zur Untersuchungsanlage
Die repräsentative Umfrage wurde im August 2009 national bei 1013 Personen ab 25 Jahren durchgeführt. Insgesamt wurden 17 Fragen gestellt.

Bildmaterial zum Download

Detaillierte Information stellt Ihnen die Medienstelle von World Vision Schweiz gerne zur Verfügung:

Roland Stangl
Mediensprecher
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