World Vision hat in Tansania über 650 Wasserprojekte realisiert und so zwei Millionen Menschen mit sauberem Wasser versorgt.
Sauber sprudelt das Wasser aus dem Auslass des neuen Brunnens, während Maua Amri fleissig die Handpumpe betätigt. Sie lacht und freut sich über das kühle und vor allem klare Nass. Maua Amri lebt in Visaraka, einem kleinen Dorf in Tansania, in dem World Vision vor zwei Jahren einen von landesweit 372 Brunnen gebaut hat.
Trotzdem erinnert sie sich noch gut an die Zeit, als ihr und den anderen Dorfbewohnern nur das verunreinigte Wasser des Flusses Ngerengere zur Verfügung stand, in den eine ganze Stadt flussaufwärts ihre Abwässer einleitet. „Dort holten wir Wasser zum Trinken, Waschen oder Bauen. Während der Trockenzeit gruben wir Löcher in das sandige Ufer, um an Wasser zu kommen, doch sauber war es nie.“
Verschmutztes Wasser kann tödlich sein
Viele Bewohner Visarakas litten regelmässig unter starkem Durchfall. Vor allem für die Kinder des Dorfes eine oft tödlich verlaufende Erkrankung. Erst ein World Vision-Team klärte die Menschen auf und zeigte ihnen, dass der Durchfall in direktem Zusammenhang mit dem verschmutzten Trinkwasser stand. „Seit ich das weiss, kommt kein Wasser mehr in meinen Mund, das nicht abgekocht ist“, sagt Maua Amri.
Visarakas ist kein Einzelfall
Wie die Bewohner Visarakas, wissen viele Menschen in Tansania nichts von den Gefahren, die in verunreinigtem Wasser lauern. Das verschmutze Trinkwasser birgt Risiken und Keime für Krankheiten. Besonders Kinder leiden oft an Durchfall, Typhus, Anämie, Atemwegsproblemen oder verschiedenen Hautkrankheiten.
Wichtige Fortschritte, die sich sehen lassen können
Zu den wichtigsten Projektaktivitäten im Land gehört es daher in Zusammenarbeit mit lokalen Behörden und der Bevölkerung neue Brunnen zu bohren oder vorhandene Wasserstellen zu sanieren. „Auch wird die sanitäre Situation verbessert und das Wasser für die Landwirtschaft effizienter genutzt“, erklärt Martin Suhr, Leiter internationale Programme bei World Vision Schweiz. Bis dato wurden in Kooperation mit den Gemeinden 142 Wasserstellen saniert und 38 Pipelines bzw. Kanäle gebaut, 128 Reservoire wurden erstellt.

