World Vision
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Diät für Malariamücken

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World Vision hat in Senegal über sechs Millionen Moskitonetze verteilt und so mitgeholfen, Malariaerkrankungen bei Kindern um 75 Prozent zu senken.

Wali Balde lebt in Kael Bessel im Süd-Osten Senegals. Der Zwölfjährige liebt es, in die Schule zu gehen und mit seinen Freunden zu spielen. Vor einem Jahr musste er die Regenzeit allerdings im Bett verbringen. Wali war schwer krank, er hatte Malaria. „Ich werde nie vergessen, wie sich das anfühlt hat. Ich hatte Fieber und spürte kaum meine Beine. Schon beim Geruch von Essen wurde mir schlecht, und ich behielt nichts bei mir. Es war schrecklich“, erinnert sich der Junge.

Malaria – ein leiser Killer

Vor allem im subsaharischen Afrika und damit auch in Senegal, ist Malaria sehr stark verbreitet. Gerade während der Regenzeit, leiden die Menschen unter der durch Moskitos übertragenen Krankheit. Für Kinder unter fünf Jahren ist Malaria sogar Todesursache Nummer eins. Bei der Bekämpfung von Malaria setzt auch Senegal auf die Hilfe von Partnern und kooperiert unter anderem mit der „Roll Back Malaria“ Partnerschaft, zu der auch World Vision gehört. Heute, sechs Jahre nach den ersten Präventionsmassnahmen, zeichnen sich Erfolge ab.

Insgesamt ist die Anzahl bestätigter Malariafälle gesunken. Waren im Jahr 2006 noch fast 300‘000 Menschen betroffen, wurden 2009 nur noch 75‘000 Erkrankungen gezählt. Tendenz weiter fallend. Gute Nachrichten auch für Kinder unter fünf Jahren. Die Zahl der Malariafälle in dieser Altersgruppe sank von 400‘000 im Jahr 2006 auf 30‘000 im Jahr 2009. Insgesamt konnten die Ansteckungen in den letzten fünf Jahren um rund 30 Prozent reduziert werden. Die Todesrate bei Kleinkindern im Alter von ein bis vier Jahren sank sogar um 48 Prozent.

Präventionsmassnahmen zeigen Wirkung

Zurückzuführen sind die guten Ergebnisse auf zahlreiche Präventionsmassnahmen, die die senegalesische Regierung in Kooperation mit Hilfsorganisationen wie World Vision durchgeführt hat. So wurden seit 2005 rund sechs Millionen mit Insektiziden behandelte Moskitonetze verteilt. Mittlerweile besitzen zirka 82 Prozent der Haushalte mindestens ein Moskitonetz zum Schutz gegen die Überträgermücken. Ein Plus von 36 Prozent innert zwei Jahren.

Massnahmen die auch Wali und seiner Familie geholfen haben. Seit der Junge unter einem imprägnierten Moskitonetz schläft, hat er von Malaria nichts mehr zu berfürchten. „World Vision kam in unser Dorf und verteilte Moskitonetze“, berichtet auch Wali. „Die Leute von World Vision erklärten uns, wie wir die Netze nachts anwenden sollen. Seither bin ich nicht mehr krank geworden. Auch meine Eltern und meine Brüder Djidere und Wando schlafen jetzt unter Moskitonetzen.“