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Mit dem GPS auf Wassersuche
Von Lutz Hahn geposted am: 14 March 2012 in Aktion Unterwegs
Zusammen mit dem Wasserspezialisten Hans Buchling sind wir heute in Chiaziane auf der Suche nach dem besten Bohrplatz. Der hat ein Gespür für das lebenswichtige Nass und weiss genau, wie man Wasser noch in 90 Metern Tiefe findet.
Um 5 Uhr ist Tagwacht. Wir sind mit einem Bohrtrupp verabredet, der im Auftrag von World Vision nach Wasser sucht und entsprechende Bohrungen durchführt. Schier endlos führt der Weg durch das Buschland. Die Feldwege werden immer enger und ich wundere mich, wie der Fahrer es schafft, bei den vielen kleinen Abzweigungen den richtigen Weg zu finden.
Viel Gespür für Wasser
In einem „Land of Nowhere“, wo es weder Elektrizität noch Handy-Empfang gibt, liegt die eine Ortschaft Chiaziane. Heute ist Hans Buchling der Chef. Er ist Inhaber der Firma „H2O“ und ist spezialisiert darauf mit seiner Gerätschaft tiefe Bohrungen durchzuführen. Mittels GPS, einer topografischen Karte und jede Menger Erfahrung hat der ursprünglich aus Süd-Afrika stammende Mann, ein gutes Gespür Wasser zu finden. Er arbeitet eng mit World Vision zusammen.
Bohrer an und ab in 90 Meter Tiefe
Bevor die Bohrmaschine angelassen wird, findet ein spirituelles Ritual – ein so genanntes Cupacha - der Einheimischen statt. Zwei Hühner und Früchte werden beim Bohrloch geopfert. Abgeschlossen wird die Zeremonie mit einem christlichen Gebet. Dann geht es los. Bis zu 90 Meter wird sich der Bohrer in die Erde graben und dafür sorgen, dass die Menschen in diesem einsamen Dorf schon bald eine sichere Trinkwasserversorgung haben, ohne kilometerlange Wege zurücklegen zu müssen.
